Gusenbauer im NEWS-Interview: "ÖVP wird
permanente Blockade-Politik nichts nutzen"
- Arbeit in Koalition laut Kanzler "nicht immer einfach"
- Eurofighter: Vorige Regierung trage "Verantwortung"

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Die vorige Regierung habe "einen schlechten Eurofighter-Vertrag gemacht, aus dem man nicht aussteigen konnte," sagt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer im großen NEWS-Interview, in dem er Bilanz unter sein erstes Halbjahr als Regierungschef zog. Die alte Regierung trage daher auch die volle Verantwortung für den Ankauf: "Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Ich glaube, die Menschen werden es als Erfolg sehen, denn die hunderten Millionen, die jetzt eingespart werden, können für andere wichtige Projekte verwendet werden," sagt Gusenbauer.
Zu den wiederkehrenden Auseinandersetzungen in der rot-schwarzen Koalition sagt Gusenbauer: "Unsere Aufgabe ist es, das Regierungsübereinkommen umzusetzen. Es wird sich herausstellen, dass der ÖVP ihre permanente Blockade-Politik nichts nutzen wird. Und dass trotz aller Blockade-Versuche etwas weitergeht." Die Arbeit in der Regierung sei "nicht immer einfach," weil die SPÖ sehr viel verändern wolle, die ÖVP dagegen nichts: "Ich bin für das Gesamtergebnis verantwortlich: Wenn sich zwei Minister festfahren, versuche ich, den Karren wieder flott zu machen. Da hat Kraftmeierei keinen Sinn. Das wünschen sich zwar manche, aber ich halte es nicht für effizient.
Mit der Beurteilung seiner Arbeit ist der Kanzler nicht immer zufrieden: "Natürlich wäre es mir lieber, wenn es besser wäre, kein Zweifel." Aber entscheidend werde die Beurteilung durch die Wähler bei den nächsten Wahlen sein.
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