Mittwoch, 27. Juni 2007

Pensionist verteidigt Grund mit Gewehr: Empfing Polizei mit geladener Schusswaffe

  • Zuvor hatte Obersteirer zwei Jugendliche bedroht

Ein verirrter Ball hat einen Pensionisten im obersteirischen Trofaiach (Bezirk Leoben) zur Waffe greifen lassen. Wie die Sicherheitsdirektion mitteilte, öffnete der Mann mit einem geladenen Gewehr im Anschlag seine Haustür, vor der zwei Polizeibeamte warteten. Diese waren von zwei Jugendlichen zu Hilfe gerufen worden, weil der 78-Jährige sie bedroht hatte, als sie ihren Volleyball holen wollten.

Gegen 17.45 Uhr spielten die beiden 18-Jährigen im Freibad Volleyball. Dabei landete der Ball unabsichtlich im angrenzenden Grundstück. Als die Jugendlichen das besagte Grundstück betraten, um den Ball zu holen, zuckte der Besitzer aus. "Wenn's nicht gleich verschwindet's, dann passiert etwas!", soll er ihnen laut Exekutive nachgeschrien haben. Die 18-Jährigen riefen Polizisten zu Hilfe, die wenig später an der Haustür des Pensionisten klingelten.

Empfangen wurden die Beamten vom Lauf eines Flobertgewehrs. Weil der 78-Jährige der Aufforderung, die Waffe niederzulegen, nicht nachkam, wurde sie ihm von einem der Uniformierten entrissen. Die Polizisten stellten anschließend fest, dass sich im Lauf der Waffe eine Patrone befand, das Magazin selbst war leer. Bei einer Hausdurchsuchung wurden noch weitere Patronen sichergestellt.

Im Zuge der Einvernahmen gab der Mann an, die Jugendlichen aus Furcht von seinem Grundstück vertrieben zu haben. Als es dann noch einmal geläutet habe, hätte er "zur Verteidigung" sein Gewehr mitgenommen. Den Volleyball rückte der Pensionist übrigens auch wieder heraus - nachdem ihn die Polizisten dazu aufgefordert hatten.

(apa/red)

27.6.2007 12:45