Donnerstag, 21. Juni 2007

Keine Chance für Drängler im Burgenland: Abstandsmessgerät ist ab Juli einsatzbereit

  • Polizei überwacht Autobahnen und Schnellstraßen
  • Verkehrssünder erwarten Strafen bis zu 2.100 Euro

Die Polizei hat nun auch im Burgenland die Jagt auf Drängler eröffnet. Das Landespolizeikommando bekam ein neues Abstandsmessgerät zur Verfügung gestellt, das ab Juli auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Einsatz kommen und Verkehrsrowdys erwischen soll.

Das System besteht aus drei Kameras samt einem Fahrzeug mit der notwendigen Technik, um die Aufnahmen auszuwerten. Die Kameras kommen vorwiegend auf Brücken zum Einsatz. Obwohl damit auch die Geschwindigkeit erfasst werden kann, werde das System vorwiegend zur Abstandsmessung eingesetzt, erläuterte der Leiter der Verkehrsabteilung, Oberst Franz Füzi. Die rund 70.000 Euro teure technische Ausrüstung sowie ein dazugehöriges Fahrzeug wurden vom Innenministerium zur Verfügung gestellt. Derzeit sind acht Beamte auf das System eingeschult, das zunächst vorwiegend auf Hochleistungsstraßen eingesetzt wird.

Zeitmessung
Als Bezugspunkte dienen drei Markierungen auf beiden Seiten der Fahrbahn im Abstand von jeweils 75 Metern. Nach dem Aufstellen wird das System kalibriert und ist danach einsatzbereit. Passiert ein Fahrzeuglenker die gesamte, 150 Meter lange Messstrecke mit weniger als 0,4 Sekunden zeitlichem Abstand zum Vordermann, handelt er sich eine Verwaltungsstrafe ein. Sie kann von 72 bis 2.100 Euro ausmachen. Außerdem stellt Drängeln ein Vormerkdelikt dar, so Füzi. Auf der A3 und der A4 sowie der S31 wurden bereits Messpunkte markiert. Nach Fertigstellung der A6 soll es landesweit vorerst etwa zehn Messstellen geben. (APA/red)

21.6.2007 09:34