Donnerstag, 21. Juni 2007

Vor Urlaubsantritt - Schnell zur Apotheke!:
Missverständliche Katalogs-Impfempfehlung

  • Prophylaxe muss bereits 7 Wochen im Voraus starten
  • Rasche und unbürokratische Informationen einholen

Sommerzeit, das ist auch Reisezeit. Damit die Ferienzeit ungedrübt bleibt, hat sich Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Karin Kadenbach (S) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten für einen Apothekenbesuch vor dem Urlaubsantritt ausgesprochen. In Prospekten seien häufig nur die vorgeschriebenen Impfungen aufgeführt, kompetente Beratung gebe es bei den heimischen Pharmazeuten und Ärzten.

Die in Reisekatalogen aufgelisteten Maßnahmen würden oft zu Missverständnissen führen, sagte Kadenbach. So diene etwa die Gelbfieberimpfung in einigen afrikanischen Staaten ausschließlich dem Schutz der einheimischen Bevölkerung, um die Verschleppung von Krankheiten zu verhindern. "Nur die von der WHO empfohlenen Impfungen und Prophylaxemaßnahmen gewährleisten einen Urlaub ohne vermeidbare gesundheitliche Risiken", betonte Kadenbach.

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Ideale Ansprechpartner finden Reisewillige in den Apotheken: "Mit rund 300.000 Patientenkontakten in Österreich pro Tag haben die Apotheken in der Aufklärung und im Vorsorgebereich einen hohen Stellenwert", sagte der Präsident der NÖ Apothekerkammer, Werner Luks. Es gebe dort rasche und unbürokratische Informationen. Allzu lange sollten sich Urlauber mit dem Einholen von Auskünften allerdings nicht Zeit lassen. Je nach Destination beginnen die notwendigen Impfungen und prophylaktischen Maßnahmen sechs bis sieben Wochen vor der Ankunft im Zielgebiet, erläuterte Luks.

50 Prozente erkranken
Jeder zweite Fernreisende erkranke während oder kurz nach dem Urlaub, so Kadenbach. Meist seien die Beschwerden einigermaßen harmlos, jeder 50. sei allerdings nach seiner Rückkehr arbeitsunfähig und einer von 200 Urlaubern komme mit einer gefährlichen Infektion zurück. (apa/red)

21.6.2007 13:06