Mittwoch, 20. Juni 2007

Seitenweise in den Urlaub

Von Schmied bis Brugger: Was Österreichs Kulturschaffende lesen. Plus: die besten Romane und Krimis für Strand & Garten.

Lesen sei für ihn so etwas wie „Denken mit einem anderen Kopf“, erklärt Burgschauspieler Peter Simonischek. Diesen Sommer hat er sich das Gesamtwerk des deutschen Dichters und Erzählers Wolf Wondratschek vorgenommen. „Das Verführerische“ an dessen Werken ist für Simonischek „der fremde Blick auf bereits Bekanntes“. Bei Johanna Rachinger, Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek, sammeln sich bis zur Urlaubszeit Bücher an, die sie „nach- oder wieder lesen“ möchte. Neben Sabine Grubers Roman „Über Nacht“ (C. H. Beck) und „Jesus von Nazareth“ von Papst Benedikt XVI. will sie „Das Fenster zum Sommer“ der 2004 verstorbenen österreichischen Physikerin Hannelore Valencak lesen. Rachinger: „Zu Unrecht ist die Autorin etwas in Vergessenheit geraten. Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst, ihre Sehnsucht nach Beziehung und Nähe, ihr Aufbegehren gegen Autoritäten.“

Stürmischer Frühling, heißer Sommer. Das literarische Frühjahr sorgte bei der österreichischen Leserschaft für euphorische Höchstspannung. Im Februar erschien Peter Handkes prophetischer Roman „Kali“ (Suhrkamp) über ein wiedergefundenes Kind, in dem er die Kampusch-Geschichte vorweggenommen hatte. (NEWS berichtete vorab.) Donna Leon legte bei Diogenes ihren 15. Band der Brunetti-Serie, „Wie durch ein dunkles Glas“, vor und erstürmte die Bestsellerlisten. (Sie wird für NEWS am 5. 10. im Theater an der Wien lesen.) Wir befragten Kulturschaffende dieses Landes, wie sie es nun mit der Sommerlektüre halten.

Alle Buchtipps von Österreichs Kulturschaffenden finden Sie im neuen NEWS

20.6.2007 16:34