ORF nach missglückter Reform in Klausur: So will man jetzt wieder TV-Quote machen
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Die diesjährigen ORF-Sommergespräche werden von Informationsdirektor Elmar Oberhauser persönlich geführt. Ohne Publikum und "outdoor" - voraussichtlich an den Urlaubsorten der Politiker - sollen sie ab der zweiten Augustwoche ausgestrahlt werden. Das ist eine von mehreren Entscheidungen, die die ORF-Geschäftsführung gemeinsam mit den Programmverantwortlichen bei ihrer eineinhalbtägigen Programmklausur gefällt hat.
Quote machen will der ORF im Herbst mit einem, wenn nicht sogar zwei Showevents, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz der APA. Geplant sind eine Casting-Show rund um das Thema Musical sowie eine Talente-Show mit begabten Österreichern - vermutlich in Anlehnung an die frühere Hauptabendshow "Die Große Chance". Eine fixe Fortsetzung wurde für den Quotenbringer "Dancing Stars" beschlossen - die vierte Auflage kommt im Februar 2008.
Neuer Schwerpunkt Kinder und Jugend
In Sicht ist auch ein neuer Themenschwerpunkt rund um Kinder und Jugend. In dessen Rahmen wird es eine eigenentwickelte Quizshow mit Schülern und Erwachsenen geben. Der Arbeitstitel der Show lautet "13", "weil die Kinder in dem Alter sind", erklärte Wrabetz. Der Kinder- und Jugend-Schwerpunkt gipfelt am 26. Oktober im "Kiddy Contest", der erstmals live im Hauptabend übertragen wird.
Zufriedenheit mit "Sommerzeit"
Zufrieden ist man im ORF mit der Performance der TV-Illustrierten "Sommerzeit". "Das Magazin läuft erfolgreich, hat positive Resonanz beim Publikum und gewährleistet den Audience Flow. Es soll daher als Dauerformat fortgesetzt werden", so Wrabetz. Leitfaden der Sendung bleiben die Jahreszeiten - der Arbeitstitel für den Herbstnachfolger lautet daher auch "Herbstzeit". Bei den Moderatoren setzt man weiterhin auf die beim Publikum beliebte Elisabeth Engstler und Reinhard Jesionek.
Mehr Eigenproduktionen
Trotz des Flops mit der eigenproduzierten Sitcom "Mitten im Achten" will der ORF seinem Vorhaben, die Eigenproduktionen zu stärken, treu bleiben. In der Programmdirektion tüftelt man derzeit an einem Dokusoap-Format, einer Gameshow und diversen fiktionalen Formaten, die ab nächstem Jahr im ORF 1- Vorabend zu sehen sein sollen. Unklar ist noch die Zukunft von "Vera exklusiv". Sicher ist, dass das Format auf ORF 2 übersiedeln wird. Hinsichtlich des Sendeplatzes werden verschiedene Möglichkeiten auch außerhalb des Vorabends geprüft. "Denkbar ist auch der späte Hauptabend", meinte der ORF-Chef.
"Harry Potter"-Special geplant
Im Sommer plant der ORF außerdem einen Schwerpunkt unter dem Motto "Harry Potter und die Hexen". Am 7. Juli gibt es einen Thementag zum weltumspannenden Live-Earth-Konzert, in den das gesamte ORF-Korrespondentennetz eingebunden werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt ist außerdem der Papst-Besuch in Mariazell.
(apa/red)

