Donnerstag, 21. Juni 2007

Tropische Temperaturen locken Wale an: Immer mehr Sichtungen vor der Insel Elba!

  • Riesige Meerestiere entdecken Mittelmeer für sich
  • Hitzewelle in Italien: Thermometer steigt auf 40 Grad

Auf der Insel Elba herrscht "Wal-Alarm". Die warmen Temperaturen des Thyrrenischen Meeres könnten Ursache für eine stärkere Anwesenheit von Walen in den Gewässern vor der Insel sein. In den vergangenen Wochen gab es mehrmals Sichtungen der riesigen Meeressäuger. In einigen Fällen waren die Tiere sogar in den Hafen der Hauptstadt der Insel Elba, Portoferraio, eingedrungen.

Der Staatsanwalt der toskanischen Stadt Livorno, Antonio Giaconi, leitete eine Untersuchung ein. Er will klären, warum die Wale immer häufiger vor der Insel gesichtet werden und ob dadurch Sicherheitsprobleme für Boote und für Touristen entstehen. Er vermutet, dass die "Tropikalisierung" des Mittelmeers für das Phänomen verantwortlich sein könnte.

"Man muss die Situation streng kontrollieren. Die hohen Wassertemperaturen können gravierende Auswirkungen für das Leben im Meer haben. In diesem Jahr werden die Temperaturen des Mittelmeeres an der Oberfläche wieder 33 Grad erreichen, genau wie im vergangenen Sommer", warnte ein Experte.

Hitzewelle in Italien
Mit dem offiziellen Sommerbeginn muss sich Italien mit der ersten Hitzewelle auseinander setzen. Die Temperaturen kletterten schon auf über 35 Grad, in Catania wurden 37 Grad registriert. Wetterexperten warnen, dass es schon am Freitag 40 Grad heiß werden könnte.

Die Hitzewelle trieb den Stromkonsum in die Höhe. Am Mittwoch wurde ein Jahresrekord mit einem Verbrauch von 54.000 Megawatt erreicht. Durch den massiven Einsatz von Klimaanlagen und Ventilatoren wurde der Energieverbrauch stark in die Höhe getrieben. Vorerst gäbe es jedoch keine Gefahr von Stromausfällen, teilte die Regierung mit.

(apa/red)

21.6.2007 11:02