Mittwoch, 20. Juni 2007

Rätselhaftes Massen-Bienensterben: Laut Studie trägt Gen-Mais erhebliche Mitschuld

  • Parasiten nehmen bei kranken Tieren überhand
  • Deutsche Experten fordern sofortigen Anbau-Stopp

Gentechnisch veränderter Mais kann für geschwächte Bienen neueren Studien zufolge womöglich den Tod bedeuten. Der deutsche Naturschutzbund NABU und der deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund sprachen sich deshalb in Berlin für einen sofortigen Anbaustopp für so genannten Bt-Mais aus.

Die NABU-Expertin Steffi Ober verwies dazu auf eine Studie des Jenaer Wissenschafters Hans-Hinrich Kaatz. Demnach werden vorerkrankte Bienen durch die Aufnahme des in den Mais-Pollen vorhandenen Insektizids Bt zusätzlich so geschwächt, dass Parasiten in der Biene überhand nehmen und deren Darmwände mit tödlichen Folgen perforierten. Gesunde Bienen seien durch den Bt-Mais dagegen nicht gefährdet. (apa/red)

20.6.2007 12:57