Freitag, 22. Juni 2007

Streit um Zeugen im Banken-U-Ausschuss:
Kulterer-Befragung deshalb stark verzögert

  • Weiters Berlin, Pfeifenberger und Zagorec geladen
  • Kroatischer Ex-General könnte Aussage verweigern

Eine Debatte zu den weiteren Zeugenladungen hat den Beginn der Befragung im Banken-Ausschuss verzögert. Die Parteien ringen darum, welche Auskunftspersonen in den weiteren Sitzungen noch geladen werden, hieß es. "Die Untersuchungen des Ausschusses zum Bereich Raiffeisen und Geldwäscheverdacht werden abgedreht", empörte sich der Grüne Abgeordnete Bruno Rossmann vor den wartenden Journalisten.

Auch die für 9 Uhr geladene erste Auskunftsperson, der ehemalige Vorstandschef der Hypo Bank Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, der pünktlich erschienen war, musste auf seine Einvernahme warten.

Prominente Auskunftspersonen geladen
Kulterer, der in Folge der Affäre um die Währungsspekulations-Verluste der Hypo in Höhe von 328 Mio. Euro von der Bank-Spitze in den Aufsichtsrat wechselte, wird als Erster befragt. Für heute sind noch drei weitere prominente Auskunftspersonen in der Causa der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank geladen.

Nach Kulterer sind Tilo Berlin, seit 1. Juni neuer Hypo-Vorstandschef, sowie der frühere Kärntner Finanzreferent und Hypo-Kommissär Karl Pfeifenberger geladen. Der kroatische Ex-General Vladimir Zagorec, dem im seiner Heimat Veruntreuung von Staatsgeldern und Geldwäsche in Millionenhöhe vorgeworfen wird, soll den Abgeordneten ebenfalls Rede und Antwort über seine Geschäftsverbindungen zur Hypo stehen. Wegen gegen ihn laufender Verfahren - Kroatien hat seine Auslieferung beantragt - dürfte sich Zagorec, falls er zum Ausschuss kommt, der Aussage entschlagen.

(apa/red)

22.6.2007 10:39