Mittwoch, 20. Juni 2007

ÖBB schreiben Vorstandsjobs neu aus: Fünf
bis sechs Stellen sollen neu besetzt werden

  • Frühere Asfinag-Vorstände könnten einziehen
  • Huber spricht sich deutlich für eine Pkw-Maut aus

Die ÖBB schreiben in den nächsten Wochen fünf bis sechs neue Vorstandsposten aus. Zwei der Spitzenjobs werden für die Holding, zwei für die Güterverkehrstochter RCA und "ein bis zwei" neue Jobs werden für die Personenverkehrsgesellschaft ausgeschrieben. Für Bau und Betriebs-AG wird es vorerst keine Vorbereitungen für Postenbesetzungen geben.

"Wenn die Aufgaben mehr werden, ist es nicht unvernünftig, auch den Vorstand aufzustocken", so ÖBB-Boss Huber. "Ich werde aber sicher nicht als Selbstzweck neue Vorstände bestellen."

Auf die Frage, ob frühere Asfinag-Vorstände, die ja bis Jahresende abgelöst werden sollen, in die ÖBB einziehen könnten, gab sich Huber abwartend: "Jetzt warten wir einmal die Ausschreibung ab, und wer sich bewirbt. Ich habe meine Vorstellungen."

Die Frage, ob Personenverkehrs-Vorstand Wilhelmine Goldmann jetzt vielleicht doch bleibt, wollte Huber nicht kommentieren: "Lassen Sie sich überraschen." Zuvor hatte es aus Bahn-Kreisen geheißen, dass Goldmann den ÖBB als Konsulentin erhalten bleiben könnte.

Um gemeinsame Synergien zu heben, werden die ÖBB das Gespräch mit der Autobahngesellschaft Asfinag suchen - die Größenordnung des Einsparpotenzials lässt sich laut Huber derzeit freilich noch nicht beziffern. Mögliche Bereiche, in denen zusammengearbeitet werden kann, sind Planung, Einkauf, Immobilien und Werbung.

Ungewöhnlich deutlich sprach sich Huber für die langfristige Einführung einer Pkw-Maut aus. "Die Straße ist einfach gegenüber der Schiene viel zu billig", sagte Huber. "Die Pkw-Maut kommt, wie wir wissen, in dieser Legislaturperiode nicht mehr, ist langfristig mit Sicherheit aber nicht vermeidbar."

(apa/red)

20.6.2007 14:18