Mittwoch, 20. Juni 2007

Kompromiss gefunden: Einigung zwischen Telekom und ver.di über Stellenumbau

  • Deutsche Telekom will 50.000 Mitarbeiter ausgliedern
  • Tägliche Streiks hielten mehr als fünf Wochen an

Nach monatelangem Tauziehen und mehrwöchigen Streiks haben die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di ihren Streit über den massiven Stellenumbau beigelegt. Bei den Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr einigten sich sich die Tarifpartner auf eine Kompromisslösung. Das Einkommensniveau sinke um 6,5 Prozent, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Zugleich werde die 38-Stunden-Woche eingeführt und ein Kündigungsschutz gelte bis Ende 2012.

Die Telekom will bereits zum 1. Juli 50.000 Mitarbeiter in drei Service-Gesellschaften ausgliedern. Hierdurch sollen Kosten in Höhe von 500 Millionen bis 900 Millionen eingespart und der Service des Unternehmens verbessert werden. In Köln tritt die Große Tarifkommission von ver.di zusammen, um über die erzielte Lösung zu beraten. Abschließend werden die ver.di-Mitglieder in einer Urabstimmung befragt.

Seit mehr als fünf Wochen streikten täglich bis zu 16 000 betroffene Telekom-Mitarbeiter gegen den Stellenumbau. Die Arbeitsniederlegungen wurden inzwischen heruntergefahren und sollen an diesem Freitag ganz eingestellt werden.

(apa/red)

20.6.2007 09:42