Freude über neue Austro-Legionäre: Vanek sieht Österreich künftig als NHL-Exportland
- 'Langfristig kommen 15 bis 20 Spieler aus Österreich'
- Stürmerstar will auch weiter im Nationalteam spielen

·Vanek pokert um Vertrag bei Buffalo
Stanley Cup als oberstes
Ziel des ÖEHV-Stürmers
·Vanek im zweiten
All-Star-Team der NHL
Crosby zweitjüngster
MVP nach Wayne Gretzky
·Noch ein Österreicher
vor Sprung in die NHL
Andre Lakos fix zu Ex- Brandner-Klub Minnesota
Thomas Vanek hat sich im Rahmen seines Heimaturlaubes in der Steiermark zuversichtlich über die Zukunft des österreichischen Eishockey-Sports geäußert. Der NHL-Star begrüßte es, dass in Oliver Setzinger (Nashville Predators) und Andre Lakos (Minnesota Wild) zwei weitere Österreicher den Sprung in die stärkste Liga der Welt wagen wollen. Damit sind inklusive Vanek, dem Topscorer der Buffalo Sabres, und Thomas Pöck (New York Rangers) bereits vier Österreicher mit NHL-Verträgen ausgestattet.
Der Draft 2007 ging zwar ohne österreichische Beteiligung in Szene, kleine Hoffnungen auf die NHL machte sich zuletzt aber auch Stürmer-Routinier Matthias Trattnig von Meister Red Bulls Salzburg. Die Rechte am 19-jährigen Kärntner Michael Grabner halten seit dem Vorjahr die Vancouver Canucks, jene am 20-jährigen Wiener Andreas Nödl die Philadelphia Flyers. Beiden gibt Vanek langfristig sehr gute Chancen, sich in der NHL durchzusetzen.
"Vielleicht sind wir irgendwann einmal nicht nur vier oder sechs Spieler, die in der NHL spielen. Langfristig können es auch 15 bis 20 Spieler sein, die aus Österreich kommen", betonte Vanek. "Das Potenzial dafür ist da." Der Stürmerstar selbst sieht sich als Vorreiter: "Es war immer ein Ziel von mir, anderen die Tür zu öffnen. Heute ist Österreich in der NHL jedem ein Begriff." Vanek sei Dank. Der 23-Jährige gewann in der abgelaufenen Saison nicht nur die Plus-Minus-Wertung und führte sein Team als bester Torschütze bis ins Conference-Finale, sondern wurde auch ins zweite All-Star-Team der Liga gewählt. Der Kärntner Verteidiger Pöck dagegen war bei den Rangers nicht immer erste Wahl gewesen.
Vanek hofft, dass sich Setzinger und Lakos bei ihren neuen Teams durchsetzen und nicht in die jeweiligen Farmteams in die American Hockey League (AHL) abgeschoben werden. "Ich denke, beide haben sehr gute Chancen. Oliver kann eine Rolle in den ersten zwei Linien spielen, Andre ist körperlich stark und verfügt auch über einen guten Schuss", erklärte Vanek. "Wichtig ist, dass sie vom Trainer die Chance bekommen. Auch ich habe Glück gehabt, von meinem Klub so viel Vertrauen zu erhalten."
Das Vertrauen hat Vanek längst gerechtfertigt und will es auch in seinem Poker um einen neuen, mehrjährigen Vertrag bei den Sabres berücksichtigen. Sollte er mit seinem Team einmal die NHL-Playoffs verpassen, ließ der Flügelstürmer keinen Zweifel daran, auch im Nationalteam wieder die Schlittschuhe zu schnüren - selbst bei einer B-WM wie der kommenden Mitte April 2008 in Innsbruck. "Ich würde immer für Österreich spielen", versicherte Vanek. "Aber lieber wäre mir der Stanley Cup." (apa/red)
