Turbulenzen um SK Sturm Graz: Angeblich Geldwäscheverdacht gegen Vastic und Co.
- Versicherungs AG mit Meldung zu Sturm-Spielern
- Anwalt bestreitet alle Vorwürfe: Steuern einbezahlt
·Finanz fordert 9 Mio. von Hannes Kartnig
"Schwarzgeld-System": Schlussanzeige liegt vor
·NEWS: Kartnigs Brief aus dem Gefängnis!
Ex-Sturm-Boss beteuert Unschuld & wittert Intrige
·Kartnig-Geständnis kostet müdes Lächeln
"War schon überführt" - Kicker müssen zittern
·Hannes Kartnig legt in Haft Geständnis ab
Sturm-Gehälter wurden mit Schwarzgeld bezahlt
·Mitreden: Hannes Kartnig verhaftet!
Sturm weiter in der Krise:
Verhaftung gerechtfertigt?
·FORMAT: Aufstieg und
Fall des Zaren Hannes
Schillernde Karriere droht
hinter Gittern zu enden
·Regentschaft des
"Zaren" endet in Haft
Kartnig führte Sturm zu Titeln und in den Konkurs
Ivica Vastic, Markus Schopp und andere Ex-Sturm-Spieler sind durch vom Klub für die Spieler abgeschlossenen Lebensversicherungen in Geldwäsche-Verdacht geraten. Die Oberösterreichische Versicherung erstattete laut "Wirtschaftsblatt" am 1. Juni "Verdachtsmeldung". Vastic soll eine Lebensversicherung nicht versteuert haben und war so ins Visier der Versicherung geraten.
Konkret geht es laut "WirtschaftsBlatt" darum, dass bei der Auszahlung der Ergebnisleistung einer von Sturm für Vastic abgeschlossenen Lebensversicherung in der Höhe von 623.531 Euro von beiden Seiten Einkommenssteurer hätte entrichtet werden müssen. Die Versicherung beruft sich in der Meldung auf Medienberichte über angebliche Geständnisse von Ex-Sturm-Boss Hannes Kartnig. Der Versicherer mutmaßt, dass bei dieser angeblichen Abgabenhinterziehung möglicherweise ein Vortatbestand der Geldwäsche vorliegt.
Wenige Tage später meldete die Versicherung laut der Zeitung ebenfalls im Zusammenhang mit der Ausbezahlung von Lebensversicherungen vier weitere Ex-Sturm-Kicker, darunter auch Markus Schopp, und einen früheren Trainer der Grazer. Der Anwalt von Vastic und Schopp bestritt alle Vorwürfe: "Es wurden von beiden Spielern die Steuern brav bezahlt. Die Versicherung ist schlecht informiert."
Die Meldung an das Bundeskriminalamt sei eine reine Routinehandlung gewesen sei. "Wir sind aufsichtsrechtlich zur Meldung verpflichtet und verwehren uns strikt dagegen, dies als Anzeige unsererseits ausgelegt zu wissen", betonte der Versicherungs-Vorstand.
"Diese Meldung ist keine Anzeige unsererseits gegen ehemalige Spieler des SK Sturm. Im Zuge einer Insolvenz und den Geständnissen des SK-Präsidenten Hannes Kartnig ist die Überprüfung und Meldung von abgeschlossenen Versicherungsverträgen schlichtweg verpflichtend notwendig geworden", wurde der Vorstand zitiert. (apa)
