Strenge Sanktionen für gedopte Rad-Profis:
Künftig Jahresgehalt & Zeitsperre als Strafe
- UCI fordert Anti-Doping-Deklaration und DNA-Proben

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Der Internationale Radsport-Verband UCI hat erklärt, dass zukünftig alle 600 ProTour-Fahrer dazu aufgefordert werden, eine Anti-Doping-Deklaration zu unterschreiben und dabei das Versprechen abzugeben, ein Jahresgehalt Strafe zu zahlen, falls ihnen der Gebrauch von verbotenen Substanzen nachgewiesen wird.
Weiters verpflichten sich die Fahrer, den spanischen Ermittlern in der Fuentes-Affäre DNA-Proben zu Verfügung zu stellen. Das gab UCI- Präsident McQuaid nach einem Treffen mit den ProTour-Teamchefs in Genf bekannt.
Die Strafe soll zusätzlich zu den verhängten Doping-Sperren verhängt werden. Die Fahrer sind allerdings nicht verpflichtet, die Deklaration zu unterschreiben. Die Namen jener Profis, die ihre Unterschrift nicht leisten, werden jedoch auf der Homepage der UCI veröffentlicht. Allen Athleten wird ein Brief übermittelt, der mit der Deklaration beginnt, dass er in der Vergangenheit nie in einen Dopingfall verwickelt war. Die Radprofis sollen die Erklärung bis zum Start der Tour de France am 7. Juli unterzeichnen. McQuaid nannte das Dokument "das Bekenntnis der Fahrer für einen neuen Radsport."
"Es ist keine rechtlich bindende Erklärung, deshalb haben wir auch keine Möglichkeit zu Sanktionen, falls ein Fahrer nicht zustimmen sollte. Aber wir haben die Teamchefs aufgefordert, jene Fahrer, die nicht unterzeichnen, bei Aufstellungen für Rennen nicht zu berücksichtigen", betonte der UCI-Boss. Beim Anti-Doping-Gipfel der ProTour-Teams unterzeichneten als erste Fahrer der Brite Mark Cavendish (T-Mobile) und der Franzose Sandy Casar (FdJ) die Erklärung. (apa)
