Donnerstag, 21. Juni 2007

Österreichern droht der Hitzeschock: NEWS über die heißen Aussichten für die Zukunft!

  • Studie: Temperaturanstieg von bis zu 3° bis 2050
  • Trend: Mehr Hitze als heute, weniger Regenfälle

Ganz Österreich schwitzt - pünktlich zum Sommerbeginn - unter den Tropentemperaturen von bis zu 35 Grad Celsius. Während derartige Hitzetage derzeit noch immer die Ausnahme sind, werden sie schon in wenigen Jahrzehnten zum sommerlichen Standardrepertoire gehören. Zu diesem Schluss kommt eine topaktuelle Studie zu Österreichs Klimazukunft ("reclip:more"), die ein absolutes Novum darstellt: Erstmals wurde - ausgehend von globalen Klima- und Wettermodellen - ein regionales Zukunftsszenario nur für den Alpenraum berechnet.

In dreijähriger Arbeit wurde von insgesamt 20 Forscherinnen und Forschern aus allen fünf in Österreich mit Klimamodellierung befassten Institutionen die zukünftige Klimasituation im Jahrzehnt 2041-2050 im Vergleich zum Zeitraum 1981-1990 prognostiziert.

Die wichtigsten Auswirkungen
Die mittlere Jahrestemperatur wird bis zum Jahr 2050 um 2 bis 2,5 °C ansteigen, im Bereich des Alpenhauptkamms - etwa in den Ötztaler Alpen oder rund um den Großvenediger - wird es sogar um bis zu 2,8 °C wärmer. Zum Vergleich: In den vergangenen 150 Jahren betrug der Anstieg der Durchschnittstemperaturen im Alpenraum "nur" 1,8 Grad, wobei allein seit 1950 ein Plus von einem Grad registriert wurde.

Der Temperaturanstieg wird je nach Jahreszeit und Region unterschiedlich ausfallen. Die Sommer werden generell um 2 bis 2,5 °C, im Westen und im Alpenraum sogar um 2,5 bis 3 °C wärmer. Auch im Herbst wird es künftig bis zu 3 °C heißer. Im Winter wird der Norden und Osten ein Plus von 1,3 bis 1,8 °C, der Süden und Westen von 1,5 bis 2 °C aufweisen. Und im Frühjahr werden die Temperaturen um 1,8 bis 2,5 °C, im Westen und im gesamten Alpenraum sogar um 2 bis 3 °C zulegen.

Die Anzahl der Sommertage wird sich bis 2050 verdoppeln. Im Osten sowie im Raum Graz und Klagenfurt wird es dann schon bis zu 80 Tage über 25 °C geben, rund um Linz und im Donautal werden es bis zu 50 und im Alpenvorland bis zu 30 Sommertage sein.

Noch deutlicher fällt die Zunahme bei den Hitzetagen (über 30 °C) aus: Im Wiener Becken und in der Südoststeiermark wird es 2050 bis zu 25 Hitzetage - und damit viermal mehr als heute - geben. Und im restlichen Österreich werden häufigere Hitzetage ein neues Phänomen sein. Selbst im Wald- und Mühlviertel wird man zehn Tage jenseits der 30-Grad-Grenze registrieren.

Hingegen wird die Anzahl der Frosttage um 30 bis 50 Prozent zurückgehen. Im Durchschnitt ist mit einer Abnahme um 25 Frosttage zu rechnen, am meisten in den Monaten Dezember und März (je 7). Das könnte speziell für Skigebiete unter 1.200 Meter Seehöhe wie Kitzbühel und Schladming ruinöse Folgen zeitigen.

Jahrhunderthochwasser dürfte zur Routine werden
Die Niederschläge werden in Summe abnehmen, vor allem im Osten. Im Sommer und vor allem im Herbst (im Norden und Osten um bis zu 35 %!) prognostiziert die Studie sogar eine großräumige Abnahme der Regenfälle, was zu verstärkter Dürre und Ernteausfällen führen dürfte. Obwohl es weniger regnet, wird die Zahl der Starkniederschläge pro Jahr aber zunehmen, am meisten in Vorarlberg. Das bedeutet: mehr Muren und Überschwemmungen. "Was heute noch als Jahrhunderthochwasser gilt, wird in vier Jahrzehnten durchschnittlich alle zehn Jahre auftreten", meint Herbert Formayer vom am Projekt beteiligten Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur in Wien.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS!

21.6.2007 10:51