Freitag, 22. Juni 2007

Britin seit 50 Tagen vermisst: Weltweit stiegen Ballons für Maddie in den Himmel

  • Gelbe und grüne Ballons sollen Eltern Mut machen

Die Eltern der seit 50 Tagen vermissten kleinen Britin Madeleine haben am Ort ihres Verschwindens im portugiesischen Praia da Luz 50 Luftballons mit "Maddies" Portrait steigen lassen. Dutzende Zuschauer, unter viele Briten, klatschten Beifall, als der Wind die gelben und grünen Ballons davontrug.

Maddies Eltern zufolge sollten ähnliche Aktionen in rund fünfzig Ländern stattfinden. Im portugiesischen Fernsehen sagte Maddies Vater Gerry McCann, er wolle die Menschen solange wie möglich dazu motivieren, nach seiner kleinen Tochter zu suchen.

Auch in der spanischen Hauptstadt Madrid ließen etwa zwanzig Kinder in gelben T-Shirts bunte Ballons für Madeleine in die Luft steigen. Gleichzeitig schickten sie mehr als hundert Luftballons für den seit Tagen vermissten siebenjährigen spanischen Buben Yeremi Vargas auf die Reise, der vor einigen Tagen beim Spielen in der Nähe seines Zuhauses auf Gran Canaria verschwand. In der ehemaligen Schule von Gerry McCann im schottischen Glasgow ließen Schüler Dutzende gelbe und grüne Ballons zu Ehren von Maddie fliegen.

Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage in Praia da Luz an der portugiesischen Algarveküste verschwunden, während ihre Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant zu Abend aßen. Seitdem fehlt jede Spur von der inzwischen Vierjährigen. Die Eltern der Kleinen versuchen seit Wochen verzweifelt, das Interesse am Schicksal ihrer Tochter wach zu erhalten, damit die Ermittlungen nicht erlahmen.

(apa/red)

22.6.2007 17:53