Freitag, 29. Juni 2007

Eine Insel wird rauchfrei: Ab sofort heißt es in ganz Großbritannien "no smoking"!

  • "Smoking Ban" ab gilt auch im Pub & in Restaurants
  • Umfrage: Drei Viertel der Befragten finden Regel gut

Ob im Gebetsstuhl, der Disco, im Bierlokal oder im Königspalast: Ab sofort gilt in Großbritannien ein komplettes Rauchverbot. Viele Briten nehmen es mit relativer Gelassenheit hin, auch wenn es eines der striktesten Rauchverbote in Europa ist.Nach dem Vorbild Irlands wird das Qualmen in allen öffentlichen Gebäuden, in Gaststätten und sogar in Dienstwagen verboten.

Ausnahmeregelungen wie zum Beispiel in Spanien, wo trotz Rauchverbots abgegrenzte Raucherzonen erlaubt sind, wird es nicht geben. In den teilautonomen Regionen Schottland, Wales und Nordirland gilt der "Smoking Ban" bereits seit längerem, in England tritt das im Februar 2006 beschlossene Gesetz erst jetzt in Kraft.

Emsig statten Pub-Besitzer ihre Terrassen mit Heizpilzen, Sofas und Schirmen aus, um die Raucher nicht im Regen stehen zu lassen. Immerhin gibt es in Großbritannien rund zehn Millionen von ihnen - was verwunderlich ist in einem Land, in dem die Schachtel Zigaretten mehr als fünf Pfund, also fast acht Euro, kostet.

Umfrage: Drei Viertel der Befragten zufrieden
Angst vor fehlender Kundschaft müssen die Pubs wohl nicht haben: Nach einer Umfrage des Statistik-Amtes unterstützen drei Viertel der Bevölkerung das Rauchverbot. 15 Prozent der Menschen wollen demnach sogar öfter in den Pub gehen, nur acht Prozent sagen, sie bleiben den Gaststätten wegen des Verbots fern.

Englands Raucher gehen nicht nur schweren, sonder möglicherweise auch teuren Zeiten entgegen: Bis zu 80 Pfund (120 Euro) kann es kosten, Kippen auf die Straße zu werfen. Das Qualmen innerhalb von Gaststätten wird mit 50 Pfund geahndet, und Gastwirte können mit bis zu 2.500 Pfund (3.719 Euro) zur Kasse gebeten werden, wenn sie nicht dafür sorgen, dass die Menschen in ihren Räumlichkeiten nicht rauchen.

(apa/red)

29.6.2007 10:19