Guantanamo könnte geschlossen werden: USA will Terror-Verdächtige jetzt umsiedeln
- Treffen von Sicherheitsexperten allerdings abgesagt
Die US-Regierung prüft laut einem Agenturbericht die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo und die Überführung der dort inhaftierten Terrorverdächtigen in Gefängnisse in den USA. Nachdem Medien über die Informationen aus ranghohen Washington-Kreisen berichteten, sagte das Weiße Haus jedoch ein Treffen von Sicherheitsexperten ab. Zum Status von Guantanamo stehe keine Entscheidung an, hieß es.
Aus Regierungskreisen verlautete, an der abgesagten Sicherheitstagung hätten auch Außenministerin Rice, Verteidigungsminister Gates, Justizminister Gonzales, der Chef der Heimatschutzbehörde Chertoff und Vizepräsident Cheney teilnehmen sollen. Vorherige Vorstöße zur Schließung Guantanamos waren am Widerstand Cheneys, Gonzales und dem früheren Verteidigungsminister Rumsfeld gescheitert. Den Regierungskreisen zufolge wird eine Schließung inzwischen von den Außen- und Verteidigungsministerien, der Heimatschutzbehörde und dem Geheimdienst-Direktorium unterstützt.
(apa/red)
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