Donnerstag, 21. Juni 2007

Blutiger Anschlag im Nordirak: Attentäter sprengte sich mit Tanklaster in die Luft!

  • Vermutlich auch Bürgermeister unter Todesopfern
  • US-Militär setzt Offensive im Norden Bagdads fort

Ein Selbstmordattentäter hat sich mit seinem Tanklaster vor dem Bürgermeisteramt der nordirakischen Stadt Sulaiman Bek in die Luft gesprengt. Dabei starben mindestens 13 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern soll auch der Bürgermeister sein. Die mehrheitlich von sunnitischen Arabern bewohnte Stadt liegt in der zwischen Kurden, sunnitischen Arabern und Turkmenen umstrittenen erdölreichen Provinz Kirkuk.

Das US-Militär setzte unterdessen die vor drei Tagen lancierte Offensive im Norden von Bagdad fort. Dabei geht es gegen Stellungen und Verstecke von Aufständischen und Al-Kaida-Kämpfern in der Provinz Diala und deren Hauptstadt Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, vor. Eine so genannte Präzisionsbombe verfehlte ihr Ziel, ein Waffenlager der Aufständischen in Bakuba, und traf ein Wohnhaus. Elf Zivilisten seien verletzt worden, teilte das US-Militärkommando in Bagdad mit.

In den ersten beiden Tagen der Offensive seien 46 feindliche Kämpfer getötet, 5 Waffenlager ausgehoben, 25 Sprengsätze entdeckt und 5 mit Sprengfallen versehene Häuser zerstört worden, gab das US-Militär bekannt. An der Offensive sind rund 10.000 amerikanische und irakische Soldaten beteiligt. Die Provinz Diala wurde zum Rückzugsraum für Aufständische und mutmaßliche Terroristen, seitdem das US-Militär zu Jahresbeginn seine Kräfte auf die Hauptstadt Bagdad konzentrierte und deshalb andere Landesteile vernachlässigen musste.

Während der neuen Großoffensive um Bagdad sind bei der Explosion einer Bombe zwei weitere US-Soldaten im Irak getötet worden. Wie die US-Streitkräfte am Donnerstag mitteilten, wurden zudem vier Soldaten verletzt, als südwestlich von Bagdad neben ihrem Fahrzeug ein Sprengsatz hochging.

(apa/red)

21.6.2007 12:06