Neues Bundesheer-Strategiepapier: Zwölf Eurofighter reichen zur Luftraumsicherung!
- SP setzt auf Reduzierung der Stückzahl - VP dagegen
- Verhandlungen mit EADS gehen in die Endphase
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Eigentlich hätten es 24 Eurofighter werden sollen, dann wurde die Stückzahl auf 18 reduziert. Jetzt kommt ein neues Strategiepapier des Bundesheeres zu dem Schluss, dass sogar zwölf Kampfjets für die Luftraumüberwachung Österreichs ausreichen würden. Die Verhandlungen zwischen Verteidigunsminister Norbert Darabos (S) und EADS könnten also eine Reduzierung der Stückzahl und damit auch der Anschaffungskosten zur Folge haben. Die SPÖ scheint dies - anders als der Koalitionspartner ÖVP - zu begrüßen.
Im Ö1-"Mittagsjournal" bekräftigte Brigadier Erwin Jeloschek, Leiter der Task Force Luftraumüberwachung, das bereits von Darabos im Eurofighter-U-Ausschuss präsentierte Strategiepapier des Bundesheeres, wonach auch weniger als 18 Eurofighter für die Luftraumüberwachung ausreichen würden. Grundsätzlich seien die Aufgaben auch mit zwölf Jets erfüllbar, so Jeloschek. Allerdings sei auch klar, dass damit weniger Piloten ausgebildet werden können. Auch sei die Infrastruktur am Boden prinzipiell für eine größere Stückzahl günstiger.
Jeloschek bestätigte außerdem die Überlegung einer Verbilligung durch die Nicht-Aufrüstung der Tranche 1 auf die weiterentwickelte Tranche 2. Da der Unterschied in der Fähigkeit "egal" sei, sei dies ein "wesentlicher Punkt".
"Mutwillig Unsummen verschwendet"
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina, betonte in einer Aussendung, beim Abfangjägerkauf hätten Einsparungen oberste Priorität. Kalina kritisierte, dass die ÖVP mit einem "sturen Bestemm" am Eurofighter-Vertrag festhalten wolle. "Wir werden es nicht zulassen, dass bei diesem Ankauf mutwillig Unsummen an Steuergeldern verschwendet werden, während Finanzminister Wilhelm Molterer für Fragen der Bildung und Gesundheit stets knausert und aufs Budget verweist. Ich fordere den neuen ÖVP-Obmann Molterer auf, sich auf die Seite der Österreicherinnen und Österreicher zu stellen und gemeinsam mit der SPÖ eine maßgeschneiderte und kostengünstige Luftraumüberwachung zu ermöglichen."
Die Fraktionsführerin der ÖVP im Eurofighter-Ausschuss, Maria Fekter, lehnte in der "Krone" diese Variante ab: "Wenn wir von der zweiten auf die erste Tranche zurücksteigen, koppeln wir uns von der technischen Entwicklung ab."
Aus ÖVP-Regierungskreisen hieß es, man wolle Spekulationen über eine Stückzahlreduzierung nicht kommentieren. Man warte darauf, dass Darabos das Verhandlungsergebnis vorlegt. Die ÖVP bestehe jedenfalls auf eine eigenständige Lauftraumüberwachung im Interesse der Sicherheit des Landes und darauf, dass gültige Verträge eingehalten werden, hieß es.
(apa/red)
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