Donnerstag, 21. Juni 2007

"Pure soziale Kälte": Landeshauptmann Pröll strikt gegen Pflege-Vermögensgrenze

  • Niederösterreich werde eigenes Modell entwickeln

Niederösterreich lehne die Vermögensgrenze von 5.000 Euro bei der Förderung der 24-Stunden-Betreuung Pflegebedürftiger strikt ab. Das sei "pure soziale Kälte" jener, die soziale Kälte in der Vergangenheit angeprangert hätten, erklärte Landeshauptmann Erwin Pröll (V) in einem gemeinsamen Pressegespräch anlässlich des Besuchs des Landeshauptmannes von Südtirol, Luis Durnwalder.

Gemeinsam mit der zuständigen Landesrätin Petra Bohuslav (V) soll in den nächsten Wochen ein eigenes NÖ Modell entwickelt werden, kündigte Pröll an. Das Modell müsse den Menschen zumutbar sein und soll die soziale Kälte der Bundesebene abhalten. In die Überlegungen könnte auch die derzeit in Südtirol zur Diskussion stehende, von Durnwalder favorisierte Variante einer Pflichtversicherung für einen Fonds zur Abdeckung der privaten Kosten in drei Kategorien einfließen.

(apa/red)

21.6.2007 13:13