Donnerstag, 21. Juni 2007

Abkühlung im Pichlingersee mit Folgen: Linzer Badegäste bekamen Hautausschlag!

  • Verantwortlicher: "Sperre wäre mehr als überzogen"
  • Vermutlich Zerkarien für die unangenehmen Pusteln

Bei einigen Badegästen am Lido der Linzer, dem Pichlingersee, sind nach der Erfrischung im kühlen Nass Hautausschläge aufgetreten. Die Ursache ist ungeklärt. Der für die Bäder der Linz AG zuständige Thomas Lettner erklärte: "Eine Sperre wäre mehr als überzogen". Er empfiehlt, nach dem Bad zu duschen und abtrocknen.

Badegäste hatten Ärzte aufgesucht, weil sie über Hautausschläge klagten. Diese vermuteten Zerkarien als Ursache. Diese Larven von Saugwürmern können zahlreiche, an Gelsenstiche erinnernde Pusteln verursachen, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder verschwinden. Praktisch alljährlich gibt es von der Alten Donau in Wien bis zum Bodensee im Hochsommer Meldungen über das Auftreten von derartiger Badedermatitis. Effektive Bekämpfungsmaßnahmen sind derzeit nicht in Sicht. Neuerdings bieten Pharmafirmen Schutzcremes an, welche das Einbohren der Larven in die Haut verhindern sollen.

Die Betroffenen informierten die für den Pichlingersee zuständige Linz AG. Für Lettner sind neben den Zerkarien weitere Ursachen möglich: Insekten oder Kontaktallergien bei Wasserpflanzen. Eine Sperre des Sees kommt für ihn nicht in Frage. Denn die Hautirritationen seien nicht gesundheitsgefährlich. Er gehe selbst jeden Tag nach Dienstschluss gemeinsam mit seiner Frau im See schwimmen. Aber die Ausschläge seien für die Betroffenen zweifellos lästig. Deshalb seien an den Toilettengebäuden Hinweise angebracht worden, die auf die Vorkommnisse aufmerksam machen. Weiters wird empfohlen, sich nicht zu lange im Uferbereich aufzuhalten sowie nach dem Bad zu duschen und sich gründlich abzufrottieren.

(apa/red)

21.6.2007 18:23