Amokfahrt in Salzburg: Betrunkener Fahrer verursachte in 20 Minuten gleich drei Unfälle
- Fahrerflucht und Sachbeschädigung mit 2,48 Promille
- Radfahrerin wurde schwer verletzt, Autos beschädigt
Ein Betrunkener hat sich in der Stadt Salzburg eine wilde Amokfahrt geliefert. Innerhalb von 20 Minuten hat der 45-Jährige gleich drei Verkehrsunfälle verursacht. Der Mann aus St. Johann (Pongau) war mit 2,48 Promille im Blut unterwegs, als er zuerst einen Reisebus beschädigte, dann eine Fahrradlenkerin mit seinem VW Sharan erfasste und anschließend ein Auto in einer Kreuzung rammte.
Der erste Unfall ereignete sich, als der stark alkoholisierte Mann mit einem deutschen Reisebus kollidierte und einen Sachschaden verursachte. Ohne sich um das Geschehen zu kümmern ergriff der Lenker die Flucht. Unmittelbar nach dem ersten Vorfall hatte er eine Kennzeichen-Tafel verloren.
Kurze Zeit später durchfuhr der Lenker die Kreuzung von Alpenstraße und Akademiestraße bei roter Verkehrsampel und erfasste eine bei grün überquerende Fahrradlenkerin. Die 59-jährige Frau aus Japan, die in Salzburg lebt, wurde zu Boden geschleudert und schwerst verletzt. Sie ist außer Lebensgefahr. Der 45-Jährige fuhr trotz zertrümmerter Windschutzscheibe und eines Patschens in Richtung Salzburg-Süd weiter.
An der Kreuzung Alpenstraße/Michael Pacherstraße rammte der Amokfahrer das Auto einer 49-jährigen Salzburgerin, die bei Rotlicht an der dortigen Verkehrsampel angehalten hatte. Das Fahrzeug der Lenkerin wurde sieben Meter weggeschleudert. Wiederum setzte der betrunkene Fahrer seine filmreife Autoflucht fort, die allerdings von den Beamten der örtlichen Polizeiinspektion in Anif (Flachgau) gestoppt werden konnte.
Eine Atemluftuntersuchung ergab 2,48 Promille im Blut des Amokfahrers. Dem Unfalllenker wurde sein Führerschein vorläufig weggenommen und das stark beschädigte Fahrzeug sichergestellt. Der Pongauer wurde auf freiem Fuß angezeigt.
(apa/red)
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