Mehrfamilienhaus in Tirol eingestürzt: Arbeiter wurde tot aus dem Schutt geborgen
- Ursache für Unglück in Hall noch nicht bekannt
- Haus war wegen Sanierungsmaßnahmen unbewohnt
Die Ursache für den Einsturz eines leer stehenden Wohngebäudes in der Altstadt von Hall bei Innsbruck ist vorerst nicht geklärt. Laut ersten Untersuchungen eines Sachverständigen dürfte ein tragendes Element im unteren Bereich des Hauses nachgegeben haben, teilte die Polizei. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren Sanierungsmaßnahmen im Gang. Ein Arbeiter wurde unter den Schuttmassen begraben. Er konnte in der Nacht nur noch tot geborgen werden.
Zu dem Unfall war es in einem über 600 Jahre alten dreistöckigen Mehrfamilienhaus in der Nähe des Münzerturms - dem Wahrzeichen der Bezirksstadt - gekommen. Während im ersten Stockwerk Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden, brach das Gebäude vom dritten Geschoss bis zum Kellergewölbe in sich zusammen.
Vier Arbeiter aus Polen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Nach einem Kollegen wurde stundenlang mit Hilfe von Wärmebildkamera, Schallgerät und Hunden gesucht. Gegen 1.30 Uhr fanden die Einsatzkräfte seine Leiche. Es soll sich um einen 46-jährigen Deutschen handeln.
Nachbarhaus beschädigt
Das Gebäude musste zunächst gesichert werden, da weitere Teile einzustürzen drohten. Ein Nachbarhaus wurde durch den Vorfall beschädigt und musste evakuiert werden. Die Bewohner wurden vorübergehend woanders untergebracht.
An dem Großeinsatz waren die Feuerwehren von Hall, Mühlau und Absam, die Berufsfeuerwehr Innsbruck, Rettung, Polizei und Suchhunde beteiligt - insgesamt rund 120 Helfer.
(apa/red)
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