"Bauchfleck"-Ursache weiterhin ungeklärt: Untersuchung wird noch einige Tage dauern
- Flugbetrieb in Graz läuft unterdessen wieder normal
- F-5-Buchpilot ist noch nicht wieder im Flugdienst

·Bauchlandung von
F-5 in Graz-Thalerhof
Fahrwerk unbrauchbar. Flughafen-Piste gesperrt
·F-5 Zwischenlösung für das Bundesheer
Seit 2004 zwölf geleaste Schweizer Jets im Einsatz
Die Flugunfallkommission des Bundesheeres, in der auch Schweizer Fachleute mitarbeiten, war noch mit der Klärung der Umstände des "Bauchflecks" eines F-5-E "Tiger II" beschäftigt. Der Jet hatte am Fliegerhorst Nittner in Graz Thalerhof notlanden müssen, weil sich das Fahrwerk nicht ausfahren hatte lassen. Wann genau ein Ergebnis vorliege, könne noch nicht gesagt werden.
Der Pilot (39), der bei dem Unfall unverletzt blieb, befände sich im Dienst, aber nicht im Flugdienst, hieß es. Der Flugbetrieb in Graz laufe normal weiter, wie Oberstleutnant Gerhard Schweiger vom Militärkommando Steiermark erklärte.
Über ein Vorliegen des Ergebnisses der Flugunfallkommission könne noch nichts gesagt werden: "Die Kommission lässt sich nicht durch Zeitdruck einengen", so der Offizier. Nach einer ersten Beurteilung des nach einem Funktionstestflug notgelandeten Jets - der in einer Halle im Fliegerhorst steht - bestehe jedoch gute Hoffnung: "Von außen gesehen hat er nicht so viel abbekommen, nun muss das Innenleben genau geprüft werden".
Die Schweizer Abfangjäger vom Typ F-5-E "Tiger" sind seit Mitte 2004 als Leasingflugzeuge für die Luftraumüberwachung in Österreich im Einsatz, um die Lücke bis zur Einführung der Eurofighter zu schließen. Diese Zwischenlösung läuft noch bis Mitte 2008. Seit der Einführung gab es bereits vier Zwischenfälle, die zum Glück alle keine Opfer gefordert haben.
Zuletzt war eine Maschine beim Start von der Piste abgekommen. Einmal hatte eine kaputte Kontrolllampe im Cockpit einen angeblichen Triebwerksbrand anzeigt.
(apa/red)
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