Kirchenbeitrag wird jetzt "verhandelbar": Neue Maßnahme gegen Massen-Austritte
- Schreiben weist auf Konsequenzen des Schritts hin
- 3-monatige Nachdenkpause und Gespräch mit Pfarrer

Mit neuen Maßnahmen verstärkt die katholische Kirche ihre Bemühungen, die Zahl der Kirchenaustritte zu verringern: Jeder Katholik, der seiner Kirche den Rücken kehren will, erhält ein Schreiben des Bischofs, in dem er auf die Konsequenzen des Schritts hingewiesen wird, wie kein kirchliches Begräbnis, keine Möglichkeit Firm- oder Taufpate zu sein. Dazu wird ihm eine dreimonatige Nachdenkpause sowie ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer angeboten.
Sollte der Kirchenbeitrag schuld am Austritt sein, kann ein Gespräch über dessen Höhe geführt werden. Wörtlich heißt es laut Tageszeitung "Die Presse" im neuen Dokument der Bischofskonferenz: Es sei "zu versuchen, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Ausgetretenen eine Lösung zu finden."
Die Zahl der Austritte geht zwar insgesamt zurück; gleichzeitig liegt die Zahl aber über jener der Taufen. Die Anzahl der Katholiken sinkt daher kontinuierlich.
(apa/red)
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