Ampel-Kamera blitzt viele Rotlicht-Sünder: Schon 735 Fahrer wurden seit Mai angezeigt
- 25 Vergehen werden pro Tag damit aufgezeichnet
- Wer ertappt wird, muss 70 Euro Strafe bezahlen

·UMFRAGE: Bleiben Sie bei Ampeln stehen?
Oder fahren Sie bei Gelb noch in die Kreuzung ein?
·6x pro Sekunde wird rote Ampel ignoriert
50 Prozent fahren auch bei Gelb in die Kreuzung
Seit Anfang Mai bleiben Rotlicht-Übertretungen an einer Wiener Gürtel-Kreuzung nicht ungesühnt: Die Polizei fotografiert Verkehrssünder mit einer digitalen Kamera. Nach etwa einem Monat Nutzung hat die Exekutive Bilanz gezogen: Seit 7. Mai wurden bereits 735 Fahrzeuglenker geblitzt. Täglich seien das etwa 25 Verkehrssünder, so Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung, zur APA.
Insgesamt wurde das digitale System 1.189 Mal ausgelöst. Viele Lenker konnten allerdings nicht erfasst werden: Entweder handelte es sich um Einsatzfahrzeuge oder die Kennzeichen waren nicht zu erkennen, so Goldgruber.
Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße
Innerhalb dieses Monats passierten etwa 791.000 Fahrzeuge den Kreuzungsbereich Währinger Gürtel/Nußdorfer im Bezirk Alsergrund. 25 Vergehen pro Tag stufte er als eine relativ hohe Anzahl ein. An dieser Kreuzung registriere man immer wieder Behinderungen durch Verkehrssünder und etliche Unfälle.
Mehr Sicherheit
Laut Polizei leiste die Anlage einen großen Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit. Ob weiter derartige Systeme in Wien zum Einsatz kommen, sei noch unklar. Darüber will man in einigen Monaten nach weiterem Testbetrieb der ersten Anlage entscheiden.
Strafen folgen
Jenen 735 ertappten Lenkern werden Strafen mittels Anonymverfügung zugestellt. Wer die Kreuzung bei Rotlicht übersetzt hat, zahlt 70 Euro. (APA/red)
