Germanwings will AUA Dampf machen: Deutsche wollen verstärkt Osteuropa anfliegen
- Ab Herbst Umsteigen nach CEE via Köln & Stuttgart
- Geschäft mit "preissensiblen Kunden" im Auge
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Der deutsche Billigflieger Germanwings geht vom Punkt -zu-Punkt-Konzept ab und bietet ab Herbst Anschlussflüge an - auch nach Ost- und Südosteuropa. Künftig sollen Passagiere mit der Lufthansa-Tochter über Köln und Stuttgart eine Umsteigemöglichkeit erhalten. Die Airline könnte damit der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) auf ihrem Heimmarkt Osteuropa Marktanteile abjagen.
Germanwings sieht sich als Mitbewerber der AUA auf der Kurz- und Mittelstrecke in den Osten. Die baldige Möglichkeit von Germanwings- Anschlussflügen könnte der AUA vor allem das Geschäft mit den "preissensiblen Kunden" kosten, so Germanwings-Vorstandssprecher Thomas Winkelmann. "Die Non-Stop-Leute kriegen wir aber nicht", betonte er. Es werde nur diejenigen betreffen, die bereit sind, "für den richtigen Preis ihre Koffer zu nehmen und weiter einzuchecken".
Auf der Langstrecke biete der österreichische Home-Carrier AUA ein gutes Angebot, so der Germanwings-Chef. Innerhalb Europas werde aber die Drehscheibe Wien künftig eine Herausforderung werden. Aber auch die AUA sei "richtig preisaggressiv" geworden, ähnlich wie die German -Mutter Lufthansa.
Die Lufthansa-Tochter baut diesen Frühsommer auch sein Streckennetz nach Wien aus. Ab dem 22. Juni steuert Germanwings nach Köln/Bonn und Stuttgart von der deutschen Ruhrpott-Stadt Dortmund aus die österreichische Bundeshauptstadt an. Zweimal täglich soll geflogen werden. Das Ziel für 2007 sind rund 150.000 Passagiere auf der neuen Route.
Inklusive den bereits bestehenden Streckenführungen rechnet Winkelmann heuer mit 600.000 Fluggästen von und nach Österreich. Insgesamt fliegt die Airline in über 60 europäische Destinationen. Wien ist bisher der einzige Österreich-Hafen, mit den Bundesländer- Flughäfen würden Gespräche geführt, hieß es.
(apa/red)

