Wissenschaftlich nachgewiesen: Für alte Menschen vergeht Zeit subjektiv schneller
- Versuch: Vorgegebene Reize länger eingeschätzt
- Verantwortlich dafür ist Störung der Aufmerksamkeit

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Lebenserwartung nicht genetisch vorherbestimmt
Mit zunehmendem Alter wird die Zeit beschleunigt erlebt. Diese subjektive Erfahrung wurde erstmals durch exakte Messungen nachgewiesen, wie der deutsche Psychologe Richard Mahlberg in der Zeitschrift "Psychiatrische Praxis" belegt.
Bei dem Versuch präsentierten die Forscher Testpersonen einen Reiz über eine bestimmte Dauer. Anschließend mussten die Probanden ein möglichst gleichlanges Zeitintervall reproduzieren. Die Ergebnisse zeigten laut Mahlberg, dass die Versuchspersonen mit zunehmendem Alter die Dauer des vorgegebenen Reizes länger einschätzten und daher auch einen längeren Reiz reproduzierten. Verantwortlich dafür sei eine Störung der Aufmerksamkeit.
Das Erstaunen älterer Leute über die schnell vergangene Zeit sei jedoch eher ein retrospektives Phänomen. Ein gut erinnerter Zeitpunkt sei seit einer erheblich längeren Zeitspanne vergangen, als im Gedächtnis repräsentiert, erklärt Mahlberg.
(apa)
