Siemens-Affäre auch in Österreich: Neue
Spur von Schmiergeldern führt nach Wien
- "profil": Rechtsanwalt verwaltete Treuhandkonto
- Zahlungen an Briefkastengesellschaft abgewickelt
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, fungierte ein Wiener Rechtsanwalt ab 2002 als Treuhänder eines Kontos, über das Zahlungen von der deutschen Siemens AG an eine Briefkastengesellschaft abgewickelt worden sind. Die Gesellschaft mit Sitz im zypriotischen Nikosia soll - so ist aus Ermittlerkreisen zu erfahren - eine wesentliche Rolle bei der Affäre um Schmiergeldkassen gespielt haben, die schließlich im November des Vorjahres die deutschen Behörden auf den Plan gerufen hat.
Die zypriotische Gesellschaft namens I.B.F. Business Services Limited fand auch Eingang in einen Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers KPMG, der im Auftrag von Siemens erstellt wurde.
Im Geschäftsjahr 2005/2006 sind demnach Zahlungen in der Höhe von 29,4 Millionen Euro von Siemens an I.B.F. geflossen, die für KPMG unter den Verdacht von Foreign Corruption Practices, also Auslandskorruption, fallen.
Das ist in jenem Jahr die höchste verdächtige Zahlung, die KPMG in den Siemens-Büchern finden konnte.
Mehr Infos finden Sie im aktuellen "profil"!

