Mittwoch, 13. Juni 2007

Berndorf Besteck wieder in österreichischer
Hand: Alle Anteile wurden zurückgekauft

  • Unternehmen wird mit eigenem Profil versehen
  • 2008 soll Messlatte für wirtschaftlichen Erfolg werden

Nach rund sechs Jahren ist der traditionsreiche niederösterreichische Besteck-Hersteller Berndorf wieder in österreichischer Hand. Eine Investorengruppe rund um den Geschäftsführer Christian Schett und das ehemalige Mutterunternehmen, die Berndorf AG, haben am 11. Juni in einem Management-buy-out alle Anteile vom bisherigen französischen Eigentümer Guy Degrenne wieder zurückgekauft.

Nun soll das Unternehmen mit einem eigenständigen Profil versehen und international - mit Fokus auf Zentral- und Osteuropa - aufgestellt werden. "2007 wird ein Jahr der Konsolidierung werden, wir werden noch heuer das Lager, den Einkauf und die Produktion wieder an uns reißen", sagte Schett kurz nach der Rückholung des "Bären", dem Markentier der Berndorf Besteck- Tafelgeräte GmbH, nach Österreich.

2008 werde dann die Messlatte für den wirtschaftlichen Erfolg werden. Trotzdem peilt Schett auch für 2007 ein positives operatives Ergebnis an. Die vergangenen vier Jahre konnten laut Schett operativ "grundsätzlich positiv" abgeschlossen werden, im Vorjahr habe der Umsatz knapp 10 Millionen Euro betragen, ein Zuwachs von 17 Prozent.

In den Kernmärkten Österreich und Deutschland werden knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt. Alle Standorte und Mitarbeiter werden beibehalten. Auch Norbert Zimmermann, Chef und Miteigentümer der Berndorf AG, die die Marken "Berndorf" besitzt, habe überzeugt werden können, bei Berndorf Besteck miteinzusteigen, so Schett. Die Berndorf AG hält jetzt wieder 40 Prozent am Unternehmen, 25 Prozent stehen im Eigentum der Familie Schett, 30 Prozent besitzen zwei private Investoren und weitere 5 Prozent hält der Geschäftsführer der slowakischen Berndorf-Niederlassung, Stephan Jancek.

(apa/red)

13.6.2007 10:00