Montag, 11. Juni 2007

Großer Jubel in Neapel: Garics hofft nach Napoli-Aufstieg auch auf Serie A-Fixplatz

  • 23-Jähriger will auch "für Team interessant werden"

Italiens Fußball-Kultklub SSC Napoli hat mit dem Wiederaufstieg in die Serie A eine ganze Stadt in einen Freudentaumel gestürzt. Drei Jahre nach dem Konkurs und dem Neuanfang in der dritten italienischen Liga sind die Süditaliener wieder erstklassig. "Napoli in Paradiso", titelte der "Corriere della Sera". Mittendrin im Jubelmeer ist mit György Garics auch ein Österreicher, der auch in der kommenden Saison seinen zuletzt gesicherten Fixplatz im Team von Trainer Edoardo Reja halten will.

"Ich fühle mich hervorragend - man schafft in Italien schließlich nicht jeden Tag den Aufstieg", meinte der 23-Jährige Ex-Rapidler zur APA. Erst im vergangenen August war Garics für fünf Jahre ins Land des Weltmeisters gewechselt. Nachdem er sich zu Beginn der Saison des Öfteren auf der Bank wiedergefunden hatte, zählte der vierfache ÖFB-Teamspieler im Saisonfinish zum Stammpersonal.

Stammplatz im rechten Mittelfeld
"Es ist mir gelungen, das Vertrauen des Klubs und des Trainers zu ergattern. In den letzten sieben Spiele war ich durchgehend im Einsatz und bin auch im vielleicht wichtigsten Spiel der Saison in Genua von Anfang an dabei gewesen", meinte Garics, der im 3-5-2-System des zweifache italienische Champions (1987, 1990) den Platz im rechten Mittelfeld einnimmt.

Einige tausend Fans hatten den Vize-Meister der Serie B nach dem entscheidenden 0:0 bei Mitaufsteiger FC Genoa, bei dem Garics in der 92. Minute (richtig) ausgewechselt worden war, am Flughafen empfangen. Zur Aufstiegsfeier auf der "Piazza San Giacomo" war für Garics ("Ich bin erst um sechs Uhr früh ins Bett") und seine Teamkollegen noch einmal Festtagsstimmung angesagt.

Garics hofft wieder auf Team-Chance
Als großes Ziel für die kommende Saison gilt für Garics, den eroberten Stammplatz zu halten. "Ein Vorteil wird sein, dass ich im Unterschied zum Vorjahr auch in der Vorbereitung dabei bin", erklärte der zweite aktuelle österreichische Serie-A-Legionär nach Siena-Torhüter Alexander Manninger. Ein Comeback im Nationalteam schloss Garics, der zuletzt im Februar beim 1:1 auf Malta im Einsatz war, nicht aus: "Sollte ich hier meine Ziele erreichen, dann werde ich hoffentlich auch für das Team wieder interessant werden."

Im italienischen Oberhaus wird der Ex-Klub von Diego Maradona auf jeden Fall mit offenen Armen empfangen. "So ist die Serie A wieder schöner", sagte Italiens Weltmeister-Trainer Marcello Lippi. Für die "La Repubblica" ist das Comeback des zu Hause ungeschlagenen Teams ein "Fest für die gesamte Liga". Alle Klubs beneiden Napoli um seine Fans. Selbst in der Serie B kamen im Schnitt 30.000 Zuschauer ins "Stadio San Paolo", zu den Top-Spielen 60.000. (apa/red)

11.6.2007 16:02