Ex-Bulle Matthäus zieht es nach Tschechien:
Schon vor Rauswurf als Teamchef gehandelt
- Bereits im April Kontakt zum tschechischen Verband
- Weiterverbleib von Coach Brückner kam in die Quere

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Lothar Matthäus hat sich offenbar schon im April über seine Zukunft abseits von Salzburg Gedanken gemacht. Nach Angaben der tschechischen Zeitung "Pravo" hat vor zwei Monaten ein Gespräch von tschechischen Verbands-Funktionären mit Matthäus stattgefunden. Thema war demnach ein mögliches Engagement des Deutschen für den Fall, dass der aktuelle Teamchef Karel Brückner gehen muss.
Brückner ist aber weiter im Amt. Matthäus hingegen ist seit Dienstag frei, nachdem Red Bull Salzburg die Zusammenarbeit mit seinem Trainer beendet hat.
Der tschechische Verbands-Vizepräsidenten und Nationalteam-Manager Vlastimil Kostal bestätigte das Gespräch, erklärte aber, es hätte keine konkreten Vereinbarungen gegeben. Kostal geht davon aus, dass Brückner weiter Teamchef bleibt und damit auch am 22. August beim Länderspiel gegen Österreich in Wien im Amt ist.
"Ich glaube unverändert, dass es keinen Grund gibt, Teamchef Brückner zu entlassen. Wir sind in unserer EM-Qualifikationsgruppe Zweiter (Anm.: hinter Deutschland) und das würde bedeuten, dass wir uns für die EM-Endrunde qualifizieren", so Kostal gegenüber der Zeitung. Verbandspräsident Pavel Mokry erteilte Spekulationen über Matthäus ebenfalls eine Absage. "Niemand hat Matthäus etwas versprochen oder angeboten", betonte er.
Der 66-jährige Brückner hat das Nationalteam seines Landes im Dezember 2001 übernommen und bei der EM 2004 in Portugal auf Rang drei geführt. Sein Vertrag läuft bis Ende der aktuellen EM-Qualifikation und würde sich bis zur EURO 2008 in Österreich und der Schweiz verlängern, falls Tschechien sich qualifiziert.
(apa/red)
