Startverbot für Kubica nach Horror-Crash:
Ärzte lassen Piloten in "Indy" nicht fahren
- Pole hat letzten Extra-Test der FIA nicht bestanden
- Deutscher Vettel gibt in den USA sein Formel 1-Debüt

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Startverbot für Robert Kubica, Formel-1-Debüt für Sebastian Vettel: Nachdem der Pole vier Tage nach seinem Horror- Crash von Montreal vor dem Grand Prix in Indianapolis von FIA-Art Gary Hartstein aus dem Verkehr gezogen wurde, fährt sein deutscher Ersatzmann im BMW-Sauber-Team an der Seite von Nick Heidfeld sein erstes Rennen in der Königsklasse.
Der wie durch ein Wunder bei seinem Unfall beim Kanada-Rennen unverletzt gebliebene Kubica überstand den Extra-Test des Automobil-Weltverbandes FIA in Indianapolis nicht.
Per Computercheck war die Reaktionsschnelligkeit, die Koordinationsfähigkeit und das logische Denkvermögen des BMW- Sauber-Piloten untersucht und mit vor der Saison aufgezeichneten Werten verglichen worden. Nach eineinhalbstündigen Tests und Beratungen entschied sich die FIA gegen einen Start des Polen.
Kubica humpelte zwar etwas, doch ansonsten war ihm von seinem Horror-Crash nichts mehr anzumerken. Mit der BMW-Mütze auf dem Kopf und einem Lächeln auf den Lippen hatte er vor der obligatorischen FIA-Untersuchung noch einmal seine Absicht bekräftigt, beim US-Grand-Prix wieder Vollgas geben zu wollen. "Ich fühle mich 100-prozentig gut, aber wir müssen die Entscheidung der Ärzte abwarten", sagte der Pole. Die fiel dann zu seinen Ungunsten aus. Nun kann er sich erst einmal richtig auskurieren.
Die Bilder von seinem Unfall will sich Kubica im Fernsehen erst gar nicht anschauen. "Ich habe ihn im Auto gesehen, das reicht", sagte er. Dass der Formel-1-Pilot bis auf eine Knöchelprellung unverletzt blieb, ist für ihn selbst auch vier Tage danach noch ein Rätsel. "Es gibt einfach keine vernünftige Erklärung dafür, dass ich nicht mal einen Finger gebrochen habe", sagte der 22-Jährige. "Vor zehn Jahren hätte ich nichts mehr sagen können, nun sitze ich hier und mir ist nichts passiert."
"Ich fühle mich wie neu geboren", sagte er. Der Unfall hinterlasse keine Spuren in seinem Kopf, versicherte Kubica, der mit 280 km/h mit seinem BMW-Sauber in eine Betonwand gekracht war. "Ich hätte mich beim Treppensteigen schwerer verletzen können."
(apa/red)
