Dienstag, 19. Juni 2007

Melzers Handgelenk verletzt: Operation ist für das Tennis-Ass wohl unvermeidlich

  • Endgültige Entscheidung fällt aber erst am Mittwoch
  • Bis dahin steht heute eine weitere Untersuchung an

Jürgen Melzer will sich bis Mittwoch entscheiden, wie es mit seinem verletzten linken Handgelenk weitergeht und auch noch die heutige Untersuchung in Korneuburg abwarten. Österreichs Nummer 1 und die aktuelle Nummer 32 der Tennis-Welt unterzog sich in der Universitätsklinik in Innsbruck bei Dr. Markus Gabl einer Untersuchung. Der Arzt darf allerdings an die Presse keine Mitteilungen machen, wie dieser auf APA-Anfrage erklärte.

"Wir haben alleine fünf Angebote von gewissen Leuten bekommen, die alle behaupten, sie können das Handgelenk ohne Operation heilen", erzählte Melzer-Manager Reinhold Kiss auch von "Wunderheilern", die ihre Dienste angeboten haben. Kiss selbst glaubt, dass eine Operation wohl unvermeidlich sein wird, Melzer war vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Nicht erfreut über diese Situation ist freilich auch Gilbert Schaller. "Natürlich tut's mir im Bezug auf den Daviscup auch weh. Aber mir ist ein fitter Melzer in Zukunft lieber, als ein permanent gehandicapter", meinte der ÖTV-Daviscup-Kapitän im Gespräch mit der APA. Man könne den Daviscup gegen Brasilien auch ohne Melzer gewinnen, glaubt der Steirer. Als einen Kandidaten für sein Team sieht er freilich auch Werner Eschauer, die derzeitige Nummer 3 mit Aufwärtstrend. "Ich werde ihn mir in Wimbledon auf Gras anschauen, aber er hat heuer auch schon in Wroczlaw einen Challenger in der Halle gewonnen", weiß Schaller über die über den Sandplatz hinausgehenden Qualitäten des 33-Jährigen Bescheid.

Schaller hat Melzer auch weiterhin seine Hilfe angeboten, die vereinbarte Zusammenarbeit bis Wimbledon wurde durch die Verletzung ja nur eine kurze. Der frühere Spitzenspieler versteht das lange Sondieren Melzers nach Ärztemeinungen sehr gut. "Ich kann das sehr gut nachvollziehen und hätte es auch so gemacht." Dass Melzer etwas tun muss, ist für Schaller aber klar. "Er hat sich ja seit März von Woche zu Woche bzw. von Turnier zu Turnier gerettet."

(apa/red)

19.6.2007 20:10