Höchststrafe für Dopingsünder: Radprofi Ivan Basso wurde für zwei Jahre gesperrt!
- Italiener hatte Blut bei Doping-Arzt eingelagert
- Hoffnungen auf mildere Strafe damit zerschlagen

·Doping-Arzt Fuentes schon wieder aktiv?
Spanier soll Alternative
zu EPO im Angebot haben
Die Hoffnungen des reuigen Doping-Sünders Ivan Basso auf ein mildes Urteil haben sich nicht erfüllt. Der italienische Radprofi, Giro-d'Italia-Sieger 2006 und Tour-de-France-Zweiter 2005, wurde vom italienischen Radsportverband FCI zu einer zweijährigen Doping-Sperre verurteilt und erhielt damit die Höchststrafe. Das teilte der Verband mit.
Basso meinte in einem ersten Statement: "Ich akzeptiere das Urteil. Ich werde weiterhin trainieren und plane im Jahr 2009 zurückzukehren."
Der 29-Jährige hatte im Mai zugegeben, beim umstrittenen spanischen Arzt Eufemiano Fuentes Blut gelagert zu haben, um es auf illegale Weise bei der Tour de France 2006 einzusetzen. Alle seine Siege habe er jedoch ohne Doping erreicht, betonte er damals. Da Basso der Tour-Start im Vorjahr wegen Doping-Verdachts verweigert wurde, hätte er sich nur des Doping-Versuchs schuldig gemacht, argumentierte der Sieger des Giro d'Italia 2006.
Sein Anwalt Massimo Martelli hatte bei der Anhörung gefordert, Basso nicht länger als die vom Italienischen Olympischen Komitee CONI geforderten 21 Monate vom Rennsport auszuschließen. Die Maximalsperre sollte bei Basso nicht greifen, "da er der erste Weltklasse-Fahrer in der Geschichte ist, der ein solch Eingeständnis gemacht hat", hatte Martelli gesagt.
CONI wollte Basso für seine spärlichen Aussagen ein Straf-Rabatt von drei Monaten auf die Maximalsperre gewähren. Der Weltverband UCI hatte jedoch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vorgegebene Strafe für "Ersttäter" von zwei Jahren gefordert. Basso ist zur Zeit ohne Team.
(apa/red)
