ÖVP für Schröcksnadel: Oberhauser ortet
im ORF hochrangige Intervention von innen
- Berichterstattung über Doping-Skandal eingefärbt?
- Informations-Boss sauer: "Werde das brandmarken"
·'Peter Schröcksnadel
ist für mich ein Häferl'
Deftige Wortspende von
ÖOC-Präsident Wallner
·Das wurde bei ÖSV- Athleten gefunden
Auszüge aus dem IOC- Protokoll im Wortlaut
·Erklärung ÖOC-Präsident Wallner
KLICKEN: Betrifft den
ÖOC-Sitzungs-Beschluss
·Auszüge aus IOC-
Urteilsbegründung
Kritik an Verantwortung von ÖOC und ÖSV
·Reaktionen auf die Entscheidung des ÖOC
Überharte Maßnahmen? Betroffene üben Kritik
·Schröcksnadel nicht mehr ÖOC-Vizeboss
PLUS: 13 ÖSV-Betreuer sind für Olympia gesperrt
ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser sieht sich "als Folge des Wechsels der Geschäftsführung" im ORF mit einem neuen Phänomen konfrontiert: Der "Intervention von innen" - und zwar aus den Reihen der ORF-Gremien. Das wird aus einem Schreiben deutlich, das an den bürgerlichen Publikumsrat Hans-Paul Strobl und in Kopie an die Vorsitzenden von Stiftungsrat und Publikumsrat, Klaus Pekarek und Georg Weissmann, ging. Oberhauser verwehrt sich darin gegen die Vorwürfe Strobls, der den Inhalt der "ZiB"-Sendungen als "Schande für den ORF und für unser Land" bezeichnet hatte.
Der Informationsdirektor weist diese Äußerung als "Entgleisung, wie ich sie noch nie erlebt habe" zurück. In seinen Augen sei die Kritik "ein beispielloser Versuch, unabhängige ORF-MitarbeiterInnen zu verunsichern".
Strobls Umgang mit den Redakteuren klassifizierte Oberhauser als "absolut letztklassig" und kündigte an, sich durch derartige, wie er meint, "Intervention von innen" nicht beirren zu lassen. "Ich werde dies ebenso brandmarken und nicht zulassen, wie die Interventionen von außen."
Auch von solchen weiß Oberhauser in seinem Brief zu berichten. Zuletzt dürfte es etwa im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Doping-Skandal bei den Olympischen Spielen in Turin seitens der ÖVP massive Interventionsversuche für ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gegeben haben.
Oberhauser schreibt an den ÖVP-nahen Publikumsrat: "Ich behalte mir vor, jene Interventionen von höchstrangigen ÖVP-Politikern zu veröffentlichen, die in den letzten Tagen bei mir (natürlich vergeblich) versucht haben, Schröcksnadel in unserer Berichterstattung vor der allgemeinen Kritik in Schutz zu nehmen."
(apa/red)
