Trotz harter Auslosung bei der U19-EM: Herzog für unsere Youngsters optimistisch
- ÖFB-Team gegen Spanien, Portugal & Griechenland
- Mehrere Talente für Hickes Nationalteam interessant
·U19-EM: Spanier & Portugiesen warten!
Auch Griechenland in der Gruppe der Österreicher
Rekordnationalspieler Andreas Herzog, der bei der U19-Europameisterschaft in Oberösterreich (16. - 27. Juli) als Schirmherr fungiert, hat sich trotz der von ihm persönlich zugelosten schweren Gegner zuversichtlich zu den Chancen des ÖFB-Nachwuchses geäußert. Der Wiener hatte das U19-Team mit Titelverteidiger Spanien, Portugal und Griechenland in die Gruppe A gelost.
"Portugal und Spanien haben im Nachwuchsbereich tolle Mannschaften. An den technisch guten Spielern kann sich jeder ein Vorbild nehmen. Es wird schwer keine Frage, aber wir müssen optimistisch an die Sache herangehen", meinte der Wiener.
Herzog wollte sich Spanien und Russland in der Vorrunde eigentlich sparen, sein Los bescherte aber zum Auftakt gleich den Titelverteidiger. "Russland habe ich dem Team dann aber erspart", sagte Herzog der glaubt, "dass alle acht Teams, die bei der EM dabei sind, sehr gute Mannschaften haben. Es wird auch viel von der Tagesverfassung abhängen".
Der Wiener traut der Auswahl von Hermann Stadler aber auch gegen die Iberer einiges zu. "Das Spiel gegen Spanien auf der Linzer Gugl wird sicher ausverkauft sein, da braucht man die Spieler nicht mehr zusätzlich motivieren. Man muss da mit Selbstvertrauen auflaufen", betonte Herzog.
Mehrere Talente für Nationalteam interessant
ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger habe das Team beim 1:1 gegen Kroatien Mitte April beobachtet und "war sehr angetan von der Leistung. Er hat drei, vier große Talente ausgemacht, die auch für das Nationalteam interessant werden könnten", sagte Herzog, nannte aber keine Namen.
Die Problematik, dass in der Bundesliga gegenwärtig wenige Nachwuchstalente zum Zug kämen, ist auch für Herzog bedauernswert: "Ich kann nur an die Vereine appellieren, den Jungen eine Chance zu geben. Man braucht nicht immer nur ausländische Spieler, viele routinierte Legionäre sind sicher nicht besser als unsere Nachwuchsspieler".
Als positives Beispiel nannte Herzog den 6:1-Sieg des U20-Teams gegen Vizemeister SV Ried in der Vorwoche. "Es war zwar nur ein Vorbereitungsspiel, aber da hat man gesehen, dass es ein paar richtig gute junge österreichische Spieler in der Liga gibt", die ein Versprechen für die Zukunft seien. Man müsse im Nachwuchsbereich auch nicht zwanghaft nach Spielern suchen, die im Ausland spielen, meinte Herzog weiter.
Teamchef Stadler wird beim Heimturnier aber unter anderem auf Holland-Legionär Marko Arnautovic (Twente Enschede), Daniel Beichler, der beim italienischen Seria-A-Klub Reggina unter Vertrag steht, und Julian Baumgartlinger (1860 München) zurückgreifen.
Schweres Programm: Drei Spiele in sechs Tagen
Ein gutes Abschneiden der U19 würde sich "a la longue auch positiv auf die Nationalmannschaft auswirken. Je besser das Abschneiden der Nachwuchsteams, desto höher der Stellenwert des heimischen Fußballs international", stellte der der Ex-Teamspieler fest.
Den Jung-Kickern steht mit drei Spielen in sechs Tagen jedenfalls ein schweres Programm bevor. "Das wird sehr anstrengend, aber das Ziel muss sein, es den Teams, die zweimal EM-Dritter (Anm.: 2003, 2006) geworden sind, nachzumachen", gab Herzog die Devise für das Heimturnier aus.
Er hofft auch, dass das Turnier gut besucht wird. "Die drei Österreich-Spiele werden ausverkauft sein und was die restlichen Spiele betrifft - es kommt nicht so oft vor, dass man die kommenden Superstars Europas sehen kann, das werden sich die Fußball-Fans hoffentlich nicht entgehen lassen", sagte Herzog.
Gleich zum Auftakt bekommen es die ÖFB-Jungkicker am 16. Juli mit Spanien zu tun, danach folgen die Griechen (18. Juli) und zum Abschluss Portugal (21. Juli). Das Semifinale der jeweils zwei Gruppenbesten findet am 24. Juli statt. Das Endspiel steigt am 27. Juli in Linz. Die weiteren Spielorte sind Pasching, Steyr und Ried.
(apa/red)
