Rallye-Stars geben in der Steiermark Gas: Tausende Fans erwarten Mega-Spektakel
- Castrol-Rallye: Baumschlager gilt als klarer Favorit
- PLUS: Dreifacher Meister Mörtl beendet Karriere
Titelverteidiger Raimund Baumschlager geht als großer Favorit in die Castrol-Judenburg-Pölstal-Rallye, die als vierter ÖM-Lauf auf dem Programm steht. Konkurrent Achim Mörtl hat seine Karriere aus familiären Gründen spontan beendet, Franz Wittmann Jr. im letzten Moment aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Auch der Start von Beppo Harrach wackelt.
Für Harrach, der sich zu Wochenbeginn wegen einer Hautentzündung einer Operation unterziehen musste, würde aber WM-Ass Manfred Stohl im gasbetriebenen OMV-Mitsubishi-Lancer einspringen. Dem Alternativ-Fahrzeug winkt wegen des Fehlens von Mörtl und Wittmann, der zwar nicht um ÖM-Punkte fährt aber zuletzt die Bosch-Rallye gewonnen hat, eine absolute Top-Platzierung.
Ein Höhepunkt der Castrol-Rallye ist wie im Vorjahr die sechste Sonderprüfung, die ausschließlich im Stadtgebiet von Judenburg gefahren wird.
Im Vorjahr kamen 10.000 Zuschauer zu diesem Spektakel. Bei dieser Rallye kann bereits eine Vorentscheidung darüber fallen, ob Baumschlager zum fünften Mal in Folge Staatsmeister werden kann. Denn danach kommt eine lange Sommerpause, weiter geht es erst wieder Anfang September mit der BP Ultimate-Rallye in Krumbach.
Dreifacher Rallye-Staatsmeister Mörtl hört auf
Der dreifache Staatsmeister Achim Mörtl hat vor der Castrol-Rallye seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der Kärntner, der im Subaru-Team um den Titel mitfahren wollte, begründete das Karriere-Ende mit "näheren familiären Umständen, die bedingen, dass ich von nun an zu Hause bei meiner Frau und Tochter bleiben muss".
Mörtl, der 1996 und 2006 den Titel in Gruppe N sowie 1999 jenen in Gruppe A geholt hatte, schließt allerdings die Möglichkeit eines späteren Comebacks nicht gänzlich aus. "Ich habe 13 Jahre Rallye fahren mit allen Höhen und Tiefen hinter mir, das war die schönste Zeit meines Lebens. Doch jetzt haben sich innerhalb kürzester Zeit die Prioritäten verschoben und daher muss ich leider diesen abrupten Schnitt machen", erklärte Mörtl in einer Aussendung.
"Sollten sich die Umstände in meinem engsten familiären Umfeld deutlich bessern, kann es durchaus sein, dass ich irgendwann wieder ein Comeback gebe."
(apa/red)
