Sonntag, 17. Juni 2007

Hilfe für Krisenregion Darfur: Präsident akzeptiert Friedensmission von UN und AU

  • Einsatz wird "ohne Einschränkungen" gebilligt

Sudans Präsident Omar al-Bashir hat der geplanten gemeinsamen Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union für die westsudanesische Krisenprovinz Darfur ohne Einschränkungen zugestimmt. Dies verlautete nach einem Treffen des Präsidenten mit einer Delegation des Weltsicherheitsrats in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.

Die Sicherheitsratsvertreter wollen sich auch vor Ort ein Bild der Lage in der Krisenregion machen. Die Delegation des Sicherheitsrats kam mit Außenminister Lam Akol in Khartum zusammen, um über Einzelheiten des gemeinsamen Friedenseinsatzes zu reden.

Wer die Führung der Mission übernimmt, ist noch unklar. Die sudanesische Regierung hatte dem Einsatz vergangene Woche zugestimmt, zunächst aber eine von der AU geführte Mission verlangt. Nun heißt es, Khartum haben den Einsatz "ohne Einschränkungen" gebilligt. Die UN-Vollversammlung muss diesem noch zustimmen. Nach Angaben von Diplomatem könnte sich der Einsatz bis 2008 verzögern.

Die internationale Gemeinschaft ist skeptisch gegenüber Zusagen aus Khartum, weil die Regierung nach anfänglichen Zusagen schon mehrfach Kehrtwendungen gemacht hat. Die Kämpfe zwischen arabischen Milizen und schwarzafrikanischen Stämmen in Darfur haben nach UN- Schätzungen mindestens 200 000 Menschenleben gefordert. Mehr als 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Regierung in Khartum wird vorgeworfen, die besonders gefürchteten Janjaweed-Milizen finanziell und militärisch zu unterstützen.

(apa)

17.6.2007 20:51