Al Gore kritisiert G-8-Klimabeschlüsse als
'Schande': Ex-US-Vize sieht kein Ergebnis
- Vereinbarungen sind "Schande als Erfolg getarnt"
- Ergebnisse von zahlreichen Verbänden unter Kritik
·Nach G-8-Gipfel wird deutliche Kritik laut
Ziele für Klima und Afrika
"nicht ausreichend"
·Merkel bewertet G8- Gipfel als vollen Erfolg
Ist trotz Abstrichen bei Klimapolitik zufrieden
·G-8 lassen 60 Mrd. für Afrika springen!
Mächtige einigen sich auf Anti-Aids-Hilfsprogramm
·Rock trifft Politik am Rande von G-8-Gipfel
Über 80.000 Menschen auf Konzert für Afrika
·Greenpeace-Ballon von Polizei gestoppt
BILDER: Das waren die
G-8-Demonstrationen!
·G-8-Ergebnisse für Bono und Geldof Farce
Abschlussdokument nur sprachliches Labyrinth
·"Es lohnt sich, hartnäckig zu sein"
Alle Pressestimmen zum G-8-Gipfel in Deutschland
·Übersicht über die Gipfelbeschlüsse!
Klima und Schwellen-
Länder als Hauptthemen
·Die G-8-Erklärung zum Klimaschutz
KLICKEN: Auszug aus
der Abschlusserklärung
Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hat die Beschlüsse des G-8-Gipfels zum Klimaschutz scharf kritisiert. Die in Heiligendamm getroffenen Vereinbarungen seien "eine Schande, die als Erfolg getarnt wurde", sagte Gore bei einer Veranstaltung in Mailand.
Zwar lobte Gore die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Bemühungen, die G-8-Chefs auf konkrete Ziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes festlegen zu wollen. Wirklich erreicht worden sei auf dem Treffen vor einer Woche aber nichts: "Die acht mächtigsten Länder der Welt kamen zusammen und waren unfähig, irgendetwas anderes zu sagen als: 'Wir hatten gute Gespräche und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir weitere Gespräche haben werden - und wir werden sogar Gespräche über die Möglichkeit führen, in Zukunft vielleicht etwas auf freiwilliger Basis zu unternehmen."
Die Staats- und Regierungschef der sieben größten Industrieländer und Russlands (G-8) hatten in Heiligendamm erklärt, sie wollten eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent "ernsthaft in Betracht" ziehen. Dies war von zahlreichen Umweltverbänden und Politikern als zu unverbindlich kritisiert worden.
Gore avancierte in den vergangenen Monaten mit seinem Oscar-prämierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" über die Klimakatastrophe zu einem der berühmtesten Umweltschützer der Welt. Unter Bill Clinton war er Vizepräsident. Im Jahr 2000 trat er selbst als Präsidentschaftskandidat an, scheiterte aber an George W. Bush.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
