Freitag, 15. Juni 2007

Bombenexplosion an Busstation in Türkei: Haltestelle gewöhnlich von Soldaten genutzt

  • Sieben Menschen wurden bei Detonation verletzt
  • Kurdische Rebellen verstärken Angriffe auf Regierung

Bei einer Bombenexplosion in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir sind sieben Menschen verletzt worden, darunter ein Soldat. Die unter einem Zeitungsbündel auf einem Fahrrad versteckte Rohrbombe war an einer Bushaltestelle ferngezündet worden, die auch von Bussen für Militärangehörige benutzt wird.

Der Anschlag trage die Handschrift kurdischer Extremisten, sagte der türkische Innenminister Osman Günes. Keiner der fünf Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht wurden, schwebe in Lebensgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft von Diyarbakir mit. Zwei seien ambulant behandelt worden. Durch die Detonation waren mehrere Scheiben anliegender Geschäfte zerborsten.

   Die von der Türkei als Terrororganisation eingestufte Kurdische Arbeiterpartei PKK hat in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Militärpatrouillen und Wachposten im Südosten des Landes verstärkt. Dabei kamen seit Anfang des Jahres mehr als 50 Soldaten ums Leben.

Bei einer Bombenexplosion in Istanbul, die die Behörden ebenfalls kurdischen Extremisten zurechnen, waren vergangenen Sonntag 14 Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Ankara hatte ein Selbstmordattentäter Ende Mai sieben Menschen mit sich in den Tod gerissen.

(apa/red)

15.6.2007 12:38