Lösung im Atomstreit mit Nordkorea in Sicht: Eingefrorenes Geld wird überwiesen
- Streit um Geld hat Fortschritte bisher verhindert
·Nordkorea: Südkorea und USA beraten jetzt
6er-Gespräche wegen Streitigkeiten blockiert
·Nord- und Südkorea einig bei Bahnverkehr
Aber keine Angaben über
Zeitpunkt der Aufnahme
Im Atomstreit westlicher Staaten mit Nordkorea zeichnet sich eine Lösung ab. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, 20 Millionen Dollar (15,0 Mio. Euro) des bisher eingefrorenen nordkoreanischen Vermögens seien von einer Bank in Macau überwiesen worden. Die Agentur berief sich dabei auf die Finanzbehörden der chinesischen Sonderverwaltungszone. Nordkorea hatte die Überweisung des Geldes zur Bedingung dafür gemacht, mit dem zugesagten Abbau seines Atomwaffenprogramms zu beginnen.
Wohin der erste Geldbetrag überwiesen wurde, war zunächst nicht bekannt. Doch hatten die beteiligten Länder den Berichten zufolge geplant, das Geld bei dem Geldinstitut Banco Delta Asia (BDA) über die Zentralbanken in den USA und Russland auf ein nordkoreanisches Konto bei einer russischen Bank zu transferieren. Nach Berichten der japanischen Agentur Kyodo sollte noch ein Restbetrag von fünf Millionen Dollar zu einem späteren Zeitpunkt überwiesen werden.
Mit dem Zugriff Nordkoreas auf seine Geldmittel wäre eine große Hürde im Streit um das Nuklearprogramm des kommunistischen Landes aus dem Weg geräumt. Die BDA-Konten waren im September 2005 auf Veranlassung der USA eingefroren worden. Washington hatte der Bank vorgeworfen, Nordkorea bei illegalen Finanzaktivitäten wie Geldwäsche und der Verbreitung von gefälschten Dollar-Noten zu unterstützen.
Nordkorea hatte die USA für die Verzögerungen bei der Umsetzung der im Februar bei den so genannten Sechs-Länder-Gesprächen getroffenen Vereinbarungen verantwortlich gemacht. Pjöngjang hatte jedoch mehrmals bekräftigt, seine Zusagen zur Abschaltung seiner Nuklearanlagen und Einladung internationaler Atominspekteure zu erfüllen, sobald es über das BDA-Geld verfüge. Im Gegenzug zu den ersten Abrüstungsschritten soll das Land mit Energielieferungen belohnt werden. Eine vereinbarte Frist im April hatte das Land bereits verstreichen lassen. An der Sechserrunde nehmen neben Nordkorea und den USA noch China, Russland, Südkorea und Japan teil.
(apa/red)
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