Donnerstag, 14. Juni 2007

Mittelamerika sucht schweres Beben heim: Stärke von bis zu 6,8 Punkten nach Richter

  • Menschen rannten in völliger Panik auf Straßen
  • Gebäude wurden aus Angst vor Nachbeben evakuiert

Ein starkes Erdbeben hat die mittelamerikanischen Länder Guatemala und El Salvador erschüttert. Die Erdstöße dauerten 49 Sekunden und erreichten nach Angaben des Seismologischen Dienstes der USA eine Stärke von bis zu 6,8 Punkten. Seismologen in Guatemala gingen dagegen von einer Stärke von nur 5,4 Punkten aus. In beiden Ländern löste das Beben Angst aus: Bewohner verließen fluchtartig ihre Häuser.

Die Behörden evakuierten nach lokalen Medienberichten zudem hohe Gebäude in der Hauptstadt Guatemalas, um möglichen Nachbeben zuvorzukommen. Aus einigen Regionen wurden Schäden an Gebäuden gemeldet. Aus der südwestlichen Provinz Escuintla wurden einige Erdrutsche gemeldet. Außerdem brach in einigen Landesteilen der Telefonverkehr zusammen, wie ein Sprecher des Katastrophendienstes mitteilte. Angaben über mögliche Opfer lagen den Rettungsdiensten zunächst nicht vor. Das zuständige US-Institut verzichtete darauf, eine Tsunami-Warnung herauszugeben.

Die Erdstöße wurden auch im südmexikanischen Chiapas an der Grenze zu Guatemala gespürt. Viele Menschen rannten auch dort in Panik auf die Straßen.

Nach Angaben von Eddy Sanchez, Direktor des geologischen Instituts von Guatemala, lag das Epizentrum 114 Kilometer südwestlich der Hauptstadt vor der Küste im Pazifik. In zentralamerikanischen Ländern kommt es häufiger zu Erdbeben. Bei schweren Beben in El Salvador starben 2001 rund 1.150 Menschen.

(APA/red)

14.6.2007 07:37