Südkorea und USA beraten jetzt über Nord-
Korea-Konflikt: 6er-Gespräche blockiert
- Bush folgt neuem Weg zur Bankenproblem-Lösung
·Nord- und Südkorea einig bei Bahnverkehr
Aber keine Angaben über
Zeitpunkt der Aufnahme
Die USA und Südkorea wollen über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit Nordkorea beraten. Der südkoreanische Unterhändler für die Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms, Chun, flog zu diesem Zweck nach Washington. Ein Schwerpunkt des Treffens mit US- Unterhändler Hill dürften dabei auch die Transfer-Probleme nordkoreanischer Gelder sein.
Die fortdauernden Probleme bei der Transferierung umstrittener nordkoreanischer Gelder bei einer Bank in dem südchinesischen Sonderverwaltungsgebiet Macao verhindern derzeit eine Fortsetzung der Sechser-Gespräche (USA, Nord- und Südkorea, China, Russland, Japan). "Ich hoffe, dass wir während meines Besuchs einen Durchbruch erzielen", sagte Chun vor dem Abflug.
USA folgen neuem Weg zur Lösung des Bankenproblems
Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, die USA verfolgten mit anderen Ländern der Sechser-Gespräche einen neuen Weg zur Lösung des Bankenproblems. Die USA und Russland seien sich prinzipiell einig, dass die 25 Millionen Dollar (18,7 Millionen Euro) auf den nordkoreanischen Konten bei der Banco Delta Asia (BDA) über ein US-Geldinstitut an eine russische Bank weitergeleitet werden sollen. Die US-Behörden würden einer Aussetzung bestehender Sanktionen gegen die BDA zustimmen, berichtete Yonhap unter Berufung auf Regierungsbeamte in Seoul.
Nordkorea weigert sich wegen der Verzögerungen bei dem Transfer, die im Februar vereinbarten ersten Schritte zum Abbau seines Atomprogramms zu unternehmen. Keine internationale Bank wollte bisher nach Meinung von Experten dem Geldtransfer nach Nordkorea vornehmen, seit das US-Schatzamt die BDA im September 2005 unter dem Vorwurf der Geldwäsche über nordkoreanischen Konten vom US-Finanzsystem ausgeschlossen hatte.
(apa/red)
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