Montag, 11. Juni 2007

Blutiger Anschlag in Nairobi: Explosion erschüttert Hauptstadt von Kenia schwer

  • Hinweise auf Selbstmordattentäter: Tote & Verletzte

Bei einer Explosion vor einem Hotel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Trotz Hinweisen auf einen Selbstmordattentäter wollte sich die Polizei nicht auf einen Anschlag festlegen lassen. Derartige Spekulationen seien nicht von Fakten gestützt, sagte ein leitender Ermittlungsbeamter.

Die Explosion sei von einem Gegenstand ausgegangen, "den jemand getragen hat", erklärte Polizeikommissar Mohamed Hussein Ali. Ersten Erkenntnissen zufolge wollte ein Wachmann einen Verdächtigen, der zuvor aus einem Sammeltaxi ausgestiegen war, am Betreten eines kleinen Restaurants hindern.

Der Mann habe etwas bei sich getragen, das Misstrauen erweckt habe, sagten Polizisten am Tatort. Kurz darauf habe sich die Explosion ereignet. Auch Augenzeugenberichte waren widersprüchlich und ergaben kein klares Bild von den Ereignissen.

Im August 1998 war die US-Botschaft in Nairobi Ziel eines Terroranschlags, fast zeitgleich explodierte vor der amerikanischen Vertretung in der tansanischen Metropole Daressalam eine Bombe. Insgesamt 225 Menschen kamen damals ums Leben.

(APA/red)

11.6.2007 15:42