'Großer Österreicher mit vielen Verdiensten': Fischer trauert um toten Amtsvorgänger
- "Verdienste über Grenzen Österreichs hinaus"
- Fahnen an Präsidentschaftskanzlei auf Halbmast

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Bundespräsident Heinz Fischer hat den am Donnerstag verstorbenen Altbundespräsidenten Kurt Waldheim als "großen Österreicher" gewürdigt. Mit seinem Amtsvorgänger verliere die Zweite Republik einen Österreicher "mit vielen Verdiensten", sagte Fischer in der Wiener Hofburg.
Fischer brachte sein persönliches Bedauern zum Ausdruck, es sei ihm gelungen, als Bundespräsident zu seinem Vorgänger ein "gutes und menschlich harmonisches Verhältnis" herzustellen. Daher sei er von der Nachricht besonders betroffen. Er bekundete der Witwe Waldheims, Elisabeth, sowie dessen Angehörigen sein Beileid. Man werde mit Respekt und in Würdigung seiner Verdienste an den Verstorbenen denken.
Noch vor wenigen Tagen habe er den Altpräsidenten im Spital besucht, nun sei er vor wenigen Stunden von der Familie Waldheims über dessen Ableben in Kenntnis gesetzt worden.
Waldheim habe "unserem Land von der ersten Stunde der Zweiten Republik an in verschiedenen Funktionen gedient", sagte Fischer, der auch die Verdiente Waldheims "über die Grenzen Österreichs hinaus" würdigte. So erinnerte der Bundespräsident etwa an Waldheims Tätigkeit als UNO-Generalsekretär. Dabei habe er in vielen Punkten persönlichen Mut gezeigt. Er erinnerte auch an die Unterstützung Waldheims der letztendlich erfolgreichen Bewerbung Wiens um den UNO-Sitz.
Zu den Kontroversen bei der Wahl Waldheims zum Bundespräsident sagte Fischer, er würde aus heutiger Sicht meinen, dass dies im Gesamtkomplex der Aufarbeitung bzw. nicht Nicht-Aufarbeitung "schwieriger Phasen der österreichischen Geschichte" zu sehen sei. Als eine der besonderen Leistungen hob Fischer das Bemühen Waldheims um eine Lösung der Südtirol-Frage hervor.
(apa/red)
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