'Zeugenflucht' im Eurofighter-U-Ausschuss:
Nur Häfte der Geladenen ist auch anwesend
- Fraktionsführersitzung in Parlaments-Cafeteria
- Standeiner, Aldag und Wiederwohl werden befragt
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Der Eurofighter- Untersuchungsausschuss hat seine bisher arbeitsintensivste Woche mit einer Besprechung der Fraktionsführer in lockerer Atmosphäre begonnen. Sie haben es sich in der Cafeteria des Parlaments gemütlich gemacht. Grund für die Zwangspause war die "Zeugenflucht" - die Hälfte der geladenen Auskunftspersonen haben abgesagt.
Zur Aussage gebeten sind Claudia Standeiner und Wolfgang Aldag von EADS sowie der steirische Unternehmer Kurt Wiederwohl, der für EADS tätig gewesen sein soll. Letzterer soll sich schon im Zug von Graz nach Wien befinden. Ihr Kommen abgesagt haben der Ehemann der früheren Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Michael Passer, KTM-Boss Stefan Pierer und der Waffenhändler Walter Schön.
Schön-Absage besonders ärgerlich
Besonders ärgerlich ist für den Ausschuss dabei die Absage von Schön, denn der Ladungstermin sei mit ihm abgestimmt gewesen, sagte Ausschussvorsitzender Peter Pilz (G). Schön ist gemeinsam mit dem Waffenlobbyisten Alfred Plattner an der für die Gegengeschäfte zuständigen "European Business Development" (EBD) beteiligt und ein für die Untersuchung wichtiger Zeuge. Passer und Pierer haben sich ordnungsgemäß aus terminlichen Gründen entschuldigt.
Riess-Passer erklärte gegenüber der APA, ihr Ehemann habe erst am vergangenen Mittwoch die Ladung erhalten. Er habe aus terminlichen Gründen absagen müssen und bereits einen neuen Termin vereinbart, und zwar den 21. Juni.
Die SPÖ-Abgeordneten bekommen heute übrigens ungewöhnlichen Besuch. Klubobmann Josef Cap wird an der Sitzung teilnehmen. Er war letzten Freitag schon im Banken-Ausschuss.
(apa/red)
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