Samstag, 16. Juni 2007

Auto bleibt auf Bahnübergang stehen: Zug-
unglück in Zell am See geht glimpflich aus

  • Lenker konnte sein Fahrzeug gerade noch verlassen

Viel Glück hatte Samstag ein Pkw-Lenker bei einem Zugunglück in Zell am See. Der 32-jährige Zeitungsauslieferer war gegen 3.40 Uhr mit seinem Auto kurz vor dem Bahnhof Zell am See über einen Schienenübergang mit Ampel und Schranken gefahren. Als er in der Mitte des Übergangs war, leuchtete die Ampel Rot auf. Der Mann geriet in Panik und schaffte es nicht mehr, vor dem Schließen des Schrankens die Gefahrenstelle mit dem Pkw zu verlassen.

Als sich ein Zug näherte, konnte der Lenker gerade noch rechtzeitig das Auto verlassen und sich auf der angrenzenden Böschung in Sicherheit bringen. Der Wagen wurde von der Lokomotive erfasst und einige Meter mitgerissen, teilte die Polizei mit. Schließlich wurde das Auto zwischen der Lok und einem Waggon eingekeilt.

Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. In dem Zug, der von Zürich nach Belgrad unterwegs war, befanden sich 160 Reisende.

Die Lokomotive sowie einige Waggons wurden beschädigt. Der Pkw wurde völlig zerstört. Während der Aufräumarbeiten war die Bahnstrecke zwischen 3.40 und 6.45 Uhr nur erschwert passierbar. Die Passagiere wurden mit einem Ersatzzug weitertransportiert.

(apa/red)

16.6.2007 10:47