Österreicher lassen sich ungern anzapfen: Nur vier Prozent spenden regelmäßig Blut!
- Jährlich werden 500.000 Blutkonserven verbraucht
- Kdolsky: Fragebögen diskriminiere Homosexuelle

Die Österreicher sind wahre Blutspende-Muffel. Nur vier Prozent lassen sich regelmäßig "anzapfen". Darauf machte Gesundheitsministerin Kdolsky am Weltblutspendetag aufmerksam. "Jährlich werden rund 500.000 Blutkonserven für Kranke und Verletzte benötigt." Kdolsky sprach sich zudem für eine Vereinheitlichung der Spenderfragebögen aus.
"In diesem Zusammenhang bin ich von Vertretern von Homosexuellen- Initiativen darauf aufmerksam gemacht worden, dass in den Fragebögen diskriminierende Formulierungen für homosexuelle Spenderinnen und Spender zu finden sind", sagte die Ministerin. So werde beispielsweise "als Mann Sex mit einem Mann" zu haben - undifferenziert ob in einer Partnerschaft oder nicht bzw. ob geschützt oder ungeschützt - als Risikoverhalten für die Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten abgefragt.
Noch im Juni will sich Kdolsky mit Vertretern der medizinischen Fachgesellschaften, der Interessensvertretungen, der Länder sowie des Roten Kreuzes über eine nicht diskriminierende Formulierung unterhalten.
(apa/red)
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